Aktien Schweiz Vorbörse: Anspannung bleibt hoch
Zürich (awp) - Auch am zweiten Handelstag nach dem Beginn der US-israelischen Operation gegen das iranische Regime bleibt die Anspannung an den Finanzmärkten gross. Der hiesige Aktienmarkt dürfte am Dienstag gemäss vorbörslichen Indikationen an die Verluste des Vortages anknüpfen. Auch die asiatischen Börsen gaben deutlich nach, während sich die US-Börsen am Montag erstaunlich stabil hielten. Neben der wachsenden geopolitischen Instabilität im Nahen Osten bereitet vor allem das Thema Öl den Investoren Sorgen.
Das Brent-Öl zog nach der Eskalation in Nahost kräftig an. Es kostete in der Spitze 82,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und war damit auf den höchsten Stand seit Juli 2024. Mittlerweile wird Brent wieder knapp unter der Marke von 80 Dollar gehandelt. Je länger der Krieg andauere, desto grösser würden die Auswirkungen auf den Öltransport, insbesondere durch die Strasse von Hormus, sein, heisst es am Markt. Nur schon steigende Versicherungsrisiken dürften den Schiffsverkehr einschränken und Preise stark steigen lassen, heisst es am Markt.
US-Präsident Donald Trump will gemäss Medienberichten "alles tun, was nötig ist". Die USA seien dabei in der Lage "weit länger" als die ursprünglich geplanten vier bis fünf Wochen durchzuhalten. Gleichzeitig forderte das US-Aussenministerium die Amerikaner auf, die Länder im Nahen Osten zu verlassen.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich um 8.20 Uhr um 1,22 Prozent tiefer bei 13'665 Punkten. Von den 20 Einzelwerten sind alle im Minus, wobei die Abschläge von 0,2 bis 3,2 Prozent gehen.
Mit Kühne+Nagel (-2,0%) hat ein SMI-Unternehmen heute Zahlen für 2025 publiziert, welche die Erwartungen nicht ganz erfüllt haben. Schlusslicht im SMI sind aber die Zurich-Titel (-3,2%). Der Versicherer hat ein verbindliches Angebot für Beazley vorgelegt und führt zur Finanzierung der Milliardenübernahme eine Kapitalerhöhung durch.
Bei den Nicht-SMI-Titeln stösst VAT (-7,0%) mit den Zahlen zum vierten Quartal vorbörslich auf Ungnade. Vor allem der Ausblick sei dabei enttäuschend ausgefallen, heisst es. Dagegen kommen die Ergebnisse von SIG (+3,7%) und Bucher (+0,9%) gut an.
Ein Fokus liegt heute zudem auf den Avolta (-1,2%) oder dem Flughafen Zürich (-1,2%), die von den Unterbrechungen im internationalen Flugverkehr betroffen sind. Bereits am Montag zählten die beiden Titel zu den grossen Verlierern.
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