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Markt und Börse   06.03.2026 08:45:12

Aktien Schweiz Vorbörse: Sinkende Ölpreise sprechen für mögliche Gegenbewegung

Zürich (awp) - Ein Ende des Iran-Kriegs zeichnet sich bislang nicht ab und daher bleibt die Verunsicherung an den Finanzmärkten gross. Die Risikoaversion bleibt angesichts steigender Ölpreise ebenfalls hoch. Für den Schweizer Markt zeichnet sich zum Wochenschluss eine leichte Gegenbewegung nach den jüngsten Verlusten ab. Unterdessen zieht der noch keine Woche alte Krieg immer weitere Kreise. Marktteilnehmer betonen, dass es schwer abzuschätzen sei, wie weit sich die Eskalationsspirale noch drehen werde.

Dabei bleibt die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels geht, eine der Hauptsorgen an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln. Durch die steigenden Ölpreise wachsen mittlerweile auch die Sorgen vor einem Inflationsschub.

Ölpreise etwas tiefer

Etwas Entlastung kommt zum Wochenschluss durch sinkende Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs prüfen. Zuletzt waren sie wegen des zum Erliegen gekommenen Verkehrs durch die Strasse von Hormus sprunghaft angestiegen. Rohölpreise steuern dennoch auf den grössten wöchentlichen prozentualen Anstieg seit März 2022 zu.

Für den hiesigen Markt berechnet die Bank Julius Bär den vorbörslichen SMI gegen 08.15 Uhr mit +0,01 Prozent nahezu unverändert bei 13'300 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Minus von 5 Prozent ab.

Schwergewicht Roche bremst aus

Als Bremsklotz erweisen sich von den Schwergewichten aktuell die Genussscheine von Roche mit -2,0 Prozent. Der Pharmakonzern hatte am Vorabend Studienergebnisse für den Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas gemeldet. In der Studie der Phase II mit dem Namen "ZUPREME-1" erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent. In ihren ersten Kommentaren werten Analysten den Gewichtsverlust als enttäuschend.

Ansonsten dominieren Zahlen aus den hinteren Reihen das Nachrichtenaufkommen. So geht es nach Zahlen für Comet (-1,3%) und SFS (-0,9%) abwärts. Bei Unternehmen wie Mobilezone oder Coltene müssen Investoren bis zur Börseneröffnung warten, da für sie keine vorbörslichen Kurse gestellt werden.


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