Aktien Schweiz Vorbörse: Erholungsversuch - Hoffnung auf baldiges Kriegsende
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag einen Erholungsversuch starten. Aussagen von US-Präsident Trump zum möglicherweise baldigen Ende des Iran-Kriegs sorgten für Hoffnung an den Finanzmärkten weltweit, meinen Börsianer. Die militärischen Ziele seien grösstenteils erreicht worden und der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan", so Trump. In unmittelbarer Folge zogen die US-Märkte deutlich an und auch die Börsen in Asien legten zu.
Auch am Energiemarkt kam es nach diesen Äusserungen zu einer Entspannung. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent, der in der Nacht auf Montag noch bis auf fast 120 Dollar gestiegen war, lag zuletzt bei 94 Dollar. Hier halfen auch Überlegungen der G7, notfalls die strategischen Reserven freizugeben. "Insgesamt wird der Handel weiter volatil bleiben", warnt allerdings ein Händler vor zu viel Euphorie. Denn weder wisse man, wann der Konflikt wirklich endet noch ob die Ölpreise rasch wieder auf Vorkriegsniveau zurückfallen werden. Zunächst werde aber immerhin etwas "Druck aus dem Kessel" genommen.
Für den hiesigen Markt berechnet die Bank Julius Bär den vorbörslichen SMI gegen 08.15 Uhr um 0,58 Prozent höher auf 13'075 Punkten. Allein in der Vorwoche hatte der Leitindex allerdings über 6 Prozent eingebüsst. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte zieht mit +1,5 Prozent deutlicher an.
Dividendenabgang bei Novartis
Am heutigen Handelstag werden Novartis (-2,0% bzw. -2,45 Fr.) ex Dividende gehandelt, was den SMI vorbörslich ausbremst. Der Pharmakonzern schüttet 3,70 je Aktie aus. Auch die anderen Schwergewichte Roche (-0,2%) und Nestlé (-0,2%) kommen nicht vom Fleck.
Alle anderen SMI-Titel legen hingegen mehr als 1 Prozent zu, neun sogar mehr als 2 Prozent. Am stärksten aufwärts geht es mit den Papieren der Partners Group (+3,4%). Das Unternehmen erzielte mehr Gewinn zu und erfüllte damit die Markterwartungen. Die Ziele wurden bestätigt.
Satte Gewinne von deutlich über 2 Prozent zeichnen sich ausserdem bei Amrize, UBS, Sika, Zürich und ABB ab.
Viele Bilanzen in Reihe zwei
In der zweiten Reihe rücken unter anderem Galenica (+2,4%) in den Fokus. Der Gesundheitskonzern hat beim Gewinnplus die eigenen Ziele erfüllt, erhöht die Dividende und stellt auch für 2026 weiteres Wachstum in Aussicht. Zudem wurde die Mittelfrist-Guidance erhöht.
Sandoz (+2,1%) baut seine Organisation um und schafft eine neue globale Einheit umd seine Aktivitäten im Bereich Biosimilars stärker zu bündeln und zu beschleunigen. Auf die Finanzziele habe dies keinen Einfluss.
Auch der Flughafen Zürch (+2,4%) berichtet über sein Jahreseregbnis. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn lagen über dem Vorjahr. Die Dividende soll deutlich erhöht werden.
Bei den Industriekonzernen Komax (+3,9%) und Huber+Suhner (+1,6%) erzielte Komax trotz Umsatzrückgang ein positives Ergebnis. Huber+Suhner erreichte einen Rekord-Auftragseingang und peilt weiteres Wachstum an.
Die Zahlen des Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli (-0,3%) kommen hingegen vorbörlisch schlecht an.
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