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Börse: Schlussbericht   10.03.2026 18:15:14

Aktien Schweiz Schluss: SMI zeigt Erholung von Vortagesverlusten

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag gemeinsam mit den weiteren wichtigen Börsenplätzen eine Erholungsbewegung von den Verlusten zum Wochenbeginn gezeigt. Für die verbesserte Stimmung sorgten Hoffnungen auf ein nahendes Kriegsende, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vorabend den Krieg als "so gut wie beendet" erklärt hatte.

Zwar zeigten sich Marktbeobachter angesichts der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen skeptisch. So sei bislang weder das iranische Nuklear- und Raketenprogramm beendet noch die Unterstützung des Landes terroristischer Gruppen eingestellt worden, meinte etwa ein Analyst. Zu viele Fragen über den Fortgang oder das Ende des Krieges blieben unbeantwortet, so ein weiterer Beobachter.

Für eine Aufhellung der Laune sorgten aber vor allem auch die wieder zurückgekommenen Ölpreise. So wurde das Rohöl der Marke Brent am Dienstagabend wieder für weniger als 90 Dollar gehandelt, nachdem der Preis am Vortag noch bis auf rund 120 Dollar gestiegen war. Allerdings blieben die Preise damit auch weiterhin deutlich über dem Niveau von vor dem Ausbruch des Kriegs.

Moderater SMI-Anstieg

Der Swiss Market Index (SMI) schloss den Tag mit einem moderaten Anstieg um 0,5 Prozent auf 13'065,19 Punkte, nachdem er am Vormittag noch zeitweise bis zu 1,5 Prozent im Plus gestanden hatte. Gebremst wurde der Schweizer Leitindex allerdings nicht zuletzt vom Dividendenabgang beim Schwergewicht Novartis. Weitere wichtige europäische Indizes wie der deutsche Dax (+2,3%) oder der britische FTSE 100 (+1,5%) konnten deutlich stärker zulegen.

Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verlor derweil am Dienstag leicht um 0,26 Prozent auf 2987,83 Punkte, während der breite SPI mit einem Plus von 0,88 Prozent auf 18'122,21 Punkte zulegen konnte. Der VSMI als Gradmesser der Nervosität an den Märkten kam im Tagesverlauf zusehends zurück, stand aber immer noch bei 20 Punkten.

Novartis-Dividendenabgang

Belastet wurde der Schweizer Leitindex vor allem von deutlichen Abgaben des Schwergewichts Novartis (-2,6% respektive -3,30 Franken), wobei der Titel allerdings vom Abgang der Dividende von 3,70 Franken belastet wurde. Mit Abgaben schlossen auch die schwergewichtigen Nestlé (-0,6%), während die Roche GS (+0,8%) eine Erholung vom klaren Rückgang des Vortags zeigten.

Deutlich fester ging eine Reihe von konjunktursensitiven Titel aus dem Handel wie die Aktien der Baustoffkonzerne Amrize (+4,3%) und Holcim (+1,9%) oder des Industriekonzerns ABB (+4,2%). Klare Avancen zeigten auch die im bisherigen Jahresverlauf allerdings sehr schwachen Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont (+3,2%).

Bei den Finanzwerten legten die UBS-Titel (+2,5%) deutlich zu. Die Aktien des Private Markets-Spezialisten Partners Group (+0,7%) schlossen nach einem volatilen Kursverlauf fester. Die am Morgen vorgelegten Jahreszahlen waren im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und auch der Ausblick bot keinerlei Überraschungen

Stark abwärts ging es dagegen mit den Titeln von Lindt & Sprüngli (PS -10,3%) nach der Publikation von Jahreszahlen. Auslöser für die Verkäufe dürfte aber die für das laufende Jahr gesenkte Wachstumsprognose sein. Einige Experten fragten sich, wie schnell Lindt wieder zu steigenden Absatzmengen zurückkehren könne.

Zweistellige Bewegungen

Zu heftigeren Bewegungen kam es auch in Titeln am breiten Markt. So sprangen auch die Titel des Sensorenherstellers Sensirion (+17,0%) dank starken Jahresergebnissen zweistellig in die Höhe. Noch stärker war der Anstieg bei den Titeln des Verbundwerkstoffspezialisten Gurit (+25,7%) dank einer Kaufempfehlung der Analysten von Octavian.

Ebenfalls zweistellige Avancen gab es für Idorsia (+11,6%) nach einer neuen Vertriebspartnerschaft für das wichtigste Medikament des Baselbieter Pharmaunternehmens. Klar im Plus schlossen zudem die Titel des Biotechunternehmen Kuros (+10,6%) nach stark gestiegenen Umsatz- und Gewinnzahlen.


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