Aktien Schweiz Vorbörse: Im Minus erwartet - Nervosität bleibt hoch
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Mittwoch nach der leichten Erholung vom Vortag tiefer eröffnen. Zwar tendierten die wichtigsten Aktienmärkte in Asien fester, nachdem der Ölpreis etwas nachgegeben hat. Marktteilnehmer gehen aber davon aus, dass der Handel im Vorfeld der heutigen US-Inflationszahlen nervös und volatil bleibt.
Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt. Am Mittwoch wurde für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 87,66 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren. Klare Signale zur Lage im Strasse von Hormus würden aber weiterhin fehlen.
Heute stehen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus. Dabei dürfte die Inflation in den USA laut Prognosen nur langsam sinken, was den Spielraum für schnelle Zinssenkungen einschränke. Aussedem ist die Ölpreisvolatilität im Februar-CPI noch kaum abgebildet und damit bleibt die Aussagekraft begrenzt.
Für den hiesigen Markt berechnet die Bank Julius Bär den vorbörslichen SMI gegen 08.20 Uhr um 0,50 Prozent tiefer auf 13'000 Punkten. Der Schweizer Leitindex steht damit weiterhin gut 1000 Punkte unter seinem Jahreshoch. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte geben mit -0,70 Prozent etwas deutlicher nach - vor allem wegen Abgaben bei Galderma.
Sämtliche SMI-Titel im Minus
Sämtliche Titel im SMI-Titel dürften gemäss den vorbörslichen Indikationen leichter eröffnen. Allerdings halten sich die Ausschläge in Grenzen und die Bandbreite zwischen dem geringsten Verlierer (Swisscom, -0,2%) und dem grössten (Richemont, -0,7%) ist relativ gering.
Auch in den hinteren Reihen dominiert die Farbe Rot. Grösste Verlierer sind Galderma mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 150,100 Franken. Der Hautpflegekonzern hat im Zusammenhang mit einer Platzierung eines grossen Aktienpakets für 1,6 Millionen eigene Aktien zu 143,75 Franken erworben. Der Free Float steigt damit laut Galderma von 65 Prozent auf rund 80 Prozent.
Im Fokus stehen heute auch die hiesigen Technologiewerte. Für Unterstützung könnten dabei positive Nachrichten aus den USA sorgen: Die jüngsten Quartalszahlen des Oracle wurden am Markt positiv aufgenommen und konnten die zuvor aufgekommenen Sorgen rund um das Geschäft mit Rechenzentren vorerst dämpfen. Auf VAT (-0,8%) strahlt dies bislang aber noch kaum ab.
Derweil präsentierten in den hinteren Reihen Avolta (+0,5%) die Zahlen. Der Reisedetailhändler hat Umsatz und Profitabilität weiter gesteigert. Auch der Energiekonzern BKW (+0,2%) ist nach Jahreszahlen gegen den Trend leicht im Plus.
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