News story
Markt und Börse   13.03.2026 08:45:12

Aktien Schweiz Vorbörse: Ölpreise stagnieren - Aktienkurse auch

Zürich (awp) - Am zehnten Handelstag seit dem Kriegsausbruch im Iran zeichnet sich am Schweizer Aktienmarkt zu Wochenschluss ein ruhiger Start ab. Richtungsweisend für die Anleger ist und bleibt die Entwicklung am Energiemarkt, denn Öl- und Gaspreise sind der Gradmesser für Konjunktur- und Inflationssorgen. Und hier ist die Lage momentan vergleichsweise ruhig.

Der Mechanismus seit Beginn des Konflikts ist immer gleich: Ölpreis rauf, Aktienkurse runter - und umgekehrt. Aktuell pendelt der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 100 US-Dollar, nachdem er am Montag mit fast 120 Dollar noch auf den höchsten Stand seit 2022 geschossen war.

Die Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) hat aber insgesamt nur wenig Druck aus dem Kessel genommen. In einem weiteren Versuch, die Spannungen auf der Angebotsseite etwas zu lindern, kündigten die USA am späten Donnerstag an, vorübergehend den Verkauf von auf Schiffen gelagertem russischem Öl zu erlauben

Die Stimmung kann aber jederzeit wieder brenzlig werden. Denn der Iran droht mit Angriffen auf die Öl- und Gasvorkommen der Region und griff bereits Öltanker im Persischen Golf an. Gleichzeitig hat der Iran offenbar auch damit begonnen, die Seestrasse von Hormus zu verminen.

Sollten die hohen Energiepreise die Inflation nachhaltig ansteigen lassen, droht der Wirtschaft eine zusätzliche Belastung. Bereits setzten viele Investoren darauf, dass die EZB wegen der steigenden Energiepreise bald die Zinsen anhebt.

Eine Spur leichter erwartet

Für den hiesigen Markt berechnet die Bank Julius Bär den vorbörslichen SMI gegen 08.12 Uhr mit -0,13 Prozent etwas tiefer bei 13'825 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Minus von 2 Prozent ab. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte wird um 0,12 Prozent tiefer bei 2952 Punkten indiziert.

Die asiatischen Börsen hatten derweil deutlich tiefer geschlossen, während die Futures auf den Dow Jones bereits wieder etwas anziehen.

Aktuell werden sämtliche Blue Chips 0,1 bis 0,2 Prozent leichter indiziert. Marktbeobachter wären aber nicht überrascht, würden die Kurse in der Schweiz im Tagesverlauf weiter abbröckeln. Denn Investoren könnten vor einem potenziell ereignisreichen Wochenende kalte Füsse bekommen und sich wieder zurückziehen.

Das Newsaufkommen in der Schweiz hält sich am Freitag, den 13., derweil in Grenzen. Das gibt den Anlegern etwas Raum und Zeit, die am Vortag publizierte Flut an Abschlüssen zu verdauen. So hat es etwa für Geberit am Berichtstag nicht weniger als vier Kurszielsenkungen gehagelt.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A