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Markt und Börse   25.03.2026 11:30:16

Aktien Schweiz: Erholung setzt sich dank Hoffnung im Iran-Krieg fort

Zürich (awp) - An den Aktienmärkten nutzen Anleger am Mittwoch die aufkeimende Hoffnung auf eine mögliche Entspannung im Iran-Krieg zum Durchatmen. Auch der SMI setzt vor diesem Hintergrund seine Erholung fort. Es könne aber noch lange nicht von einer Euphorie gesprochen werden, sagen Händler. "Die sich ständig ändernden Schlagzeilen zum Nahost-Konflikt erhöhen die Schwankungen am Aktienmarkt. Es bleibt ein Wechselbad der Gefühle", sagte ein Experte. Derzeit sei der Markt aber offen für jeden Funken Hoffnung, den die Bemühungen um eine diplomatische Lösung entfachten.

Ausgelöst wurden diese Hoffnungen von Berichten, dass die US-Regierung dem Regime in Teheran einen Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet habe. Allerdings konterte der Iran mit eigenen zahlreichen Forderungen - unter anderem einer Mautgebühr für die Strasse von Hormus. Gleichzeitig lockerte der Iran die Regeln für eine Durchfahrt durch die wichtige Meerenge, allerdings gehen die Kampfhandlungen weiter und das Pentagon verlegte spezielle Luftlande-Kräfte in den Nahen Osten. "Sollten US-Stiefel iranischen Boden berühren, würde das wieder zur Eskalation führen", warnt eine weitere Börsianerin.

Leichte Entspannung bei Öl und Gold

Bei den Ölpreisen zeigte sich ebenfalls eine gewisse Entspannung - ein Fass der Sorte Brent kostete am Morgen wieder knapp unter 100 Dollar. Während des seit mehreren Wochen andauernden Iran-Kriegs war der Preis kurzzeitig auf fast 120 Dollar geklettert. Vor Beginn des Konflikts hatte er sich über mehrere Monate zwischen 60 und 70 Dollar bewegt.

Der Goldpreis wiederum hat seine jüngste Talfahrt zumindest unterbrochen. Zuletzt lag der Preis für eine Feinunze bei 4563 Dollar, nachdem das Edelmetall zum Wochenstart noch fast bis auf 4100 Dollar gefallen war. Vor Beginn des Iran-Kriegs hatte der Preis noch bei 5513 Dollar eine neue Bestmarke gesetzt.

SMI stabilisiert sich deutlich

Hierzulande verbucht der SMI gegen 10.50 Uhr Gewinne von 1,39 Prozent auf 12'689,83 Punkte und legt damit den dritten Tag in Folge zu. Sei bisheriges Tageshoch liegt bei 12'730 Zählern. Der SMIM für die mittelgrossen Wert legt um 1,34 Prozent auf 2896,85 Punkte zu, während der breite SPI um 1,33 Prozent auf 17'704,03 Punkte steigt.

Unter den Bluechips ist die Erholung quer durch viele Sektoren abgestützt. Aktuell liegen Partners Group (+2,4%) an der Spitze, gefolgt von Sika (+2,4%), Logitech (+2,3%) und ABB (+2,2%). Auch die Schwergewichte Roche (+1,7%) und Novartis (+1,3%) legen zu, während Nestlé (+0,5%) nach einer Kurszielsenkung durch Morgan Stanley etwas hinterher hinken.

Schlusslicht sind die defensiven Swisscom (-0,1%), die allerdings in den turbulenten Vorwochen ein Stabilitätsgarant waren und immer noch ein beeindruckendes Plus seit Jahresbeginn von über 20 Prozent vorweisen können.

Orior mit Kursfeuerwerk

Ein wahres Kursfeuerwerk zünden Orior (+13,1%) nach ihrer Zahlenvorlage. Die finanzielle Lage der Lebensmittelgruppe stabilisierte sich etwas und bei den Kennzahlen wurden die Erwartungen leicht übertroffen. Zudem kündigte der Konzern weitere Effizienzmassnahmen an.

Derweil steht bei DocMorris (+6,1%) ein Umbau des Verwaltungsrats nach Forderungen von Grossaktionär CEPD an. So soll unter anderem der aktuelle VRP Walter Oberhänsli durch den früheren CEO des Pharmagrosshändlers Celesio, Fritz Oesterle, ersetzt werden.

Ansonsten sorgen insbesondere Analystenkommentare für Bewegung. Einen Tag nach der Kaufempfehlung durch Goldman Sachs doppelte die UBS bei der SIG Group (+3,1%) nach und rät nun ebenfalls zum Kauf.

Auch Stadler Rail (+4,0%) profitieren von einer Hochstufung der heimischen Grossbank. Mit "Neutral" ist die UBS nun etwas positiver gestimmt, auch wenn der Zughersteller den Analysten zufolge noch nicht ganz über den Berg sei.

Galderma (+1,5%) erhalten Unterstützung von der Citigroup - die Analysten votieren in einer Wiederaufnahme mit "Buy". Gedämpft wird die Freude etwas durch einen grösseren Aktienverkauf von 20'000 Titeln aus dem eigenen Management des Dermatologiekonzerns im Wert von 2,86 Millionen Franken.


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