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Markt und Börse   14.04.2026 18:15:13

Aktien Schweiz Schluss: Fester dank Hoffnungen im Iran-Konflikt

Zürich (awp) - Neue Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten haben die Aktienmärkte am Dienstag angetrieben. Laut verschiedenen Berichten sollen die Vereinigten Staaten und der Iran nach den ergebnislosen Verhandlungen vom Wochenende nun wieder weitere Friedensgespräche erwägen.

Positiv aufgenommen wurde auch, dass sich in Washington erstmals seit Jahrzehnten Vertreter von Israel und Libanon zu direkten Gesprächen. Ohne eine Einigung zwischen Washington und Teheran dürfte das Hin und Her an den Aktienmärkten aber wohl auch weiter andauern, mahnte allerdings ein weiterer Marktteilnehmer.

An den Ölmärkten sank der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent am Dienstag wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar und kostete zeitweise gar weniger als 95 Dollar. Derweil rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) für 2026 erstmals seit der Corona-Krise wieder mit einem Rückgang der globalen Nachfrage nach Rohöl.

Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Abend um 0,94 Prozent im Plus bei 13'269,77 Punkten nur knapp unter dem Tageshoch. Der SMIM für die mittleren Werte gewann 0,85 Prozent auf 3029,77 Punkte und der breite SPI legte 1,10 Prozent auf 18'650,43 Zähler zu.

Auch andere wichtige europäische Indizes gingen klar im Plus aus dem Handel: Vor allem der deutsche Dax (+1,2%) und der französische CAC 40 (+1,1%) zogen deutlich an. Die US Börsen legten bis zum europäischen Börsenschluss ebenfalls zu, wobei vor allem der technologielastige Nasdaq-Index klar zulegte.

Positiv aufgenommen wurden zudem neue Daten aus den USA zu den Produzentenpreisen im März. Zwar haben die hohen Energiekosten infolge des Iran-Kriegs die Preise auf Produzentenebene deutlich angetrieben. Mit einem Plus um 4,0 Prozent im Jahresvergleich lag der Anstieg aber unter den Erwartungen.

Im Fokus standen am hiesigen Markt derweil eine Reihe von Unternehmensergebnissen. Einen Kurssprung vollführten die Titel des Bauchemiekonzerns Sika (+7,9%) nach der Vorlage von besser als erwartet ausfallenen Zahlen zum ersten Quartal. Ebenfalls deutlich fester schlossen Givaudan (+2,7%). Der Aromen- und Riechstoff-Konzern überraschte beim Wachstum positiv.

Mit deutlichen Avancen gingen auch Finanzwerte aus dem Handel. So erhielten die Aktien der UBS (+1,3%) Unterstützung durch starke Quartalsergebnisse der US-Grossbanken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo. Weiter aufwärts ging es mit Partners Group (1,7%) nach weiteren Analystenkommentaren zum Quartalsupdate des Private Markets-Spezialisten vom Freitagabend.

Bei den SMI-Schwergewichten profitierten Nestlé (+1,7%) von einer Kaufempfehlung durch die Bank of America. Zu den schwächsten Bluechips gehörten dagegen die Pharmatitel Roche (+0,3%) und Novartis (-0,3%). Die optisch grössten Verluste gab es bei den Swiss Re-Aktien (-3,1% resp. -4,10 Franken), die Titel wurden allerdings ex-Dividende von 8 US-Dollar gehandelt.

Am breiten Markt zogen die Aktien der Industriegruppe Cicor (+11,1%) nach Quartalszahlen stark an, wobei Analysten vor allem auf den starken Auftragseingang verwiesen. Klare Avancen gab es auch für die Aktien des Chipindustriezulieferers Comet (+7,2%) und des Sensorenherstellers Sensirion (+5,8%) am Kapitalmarkttag.

Erneut aufwärts ging es mit den Polypeptide-Titeln (+4,5%). Nach den Medienberichten vom Wochenende über das Kaufinteresse von Private Equity-Firmen gab der Peptidhersteller am Dienstag bekannt, seine "strategischen Optionen" zu überprüfen.


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