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Markt und Börse   05.05.2026 08:45:14

Aktien Schweiz Vorbörse: Weiteres Minus zeichnet sich ab

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag an die Vortagesverluste anknüpfen. Der Leitindex SMI wird damit laut den vorbörslichen Indikationen gleich bei Handelsbeginn unter die psychologisch wichtige Marke von 13'000 Punkten fallen. Der Grund dafür sind die erneut gestiegenen Spannungen im Nahen Osten.

Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump drohte erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und in Brand gesetzt hatte. Nach Angaben der Behörden der Emirate wurde die Ölanlage in Fudschaira getroffen. Es handelt sich um eine der wenigen noch funktionsfähigen Exportwege für Öl aus dem Golf.

In der Folge verharrte der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau von über 110 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent. Dies belastete am Vorabend die Börsen in New York, weshalb die US-Vorgaben leicht negativ sind. Auch die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum kamen unter Druck. In Festlandchina, Japan und Südkorea wurde feiertagsbedingt allerdings nicht gehandelt.

"Die Marktteilnehmer müssen sich auf einen ungemütlichen und hochgradig volatilen Dienstag einstellen, der vom unberechenbaren Takt der News aus Nahost diktiert wird", fasst ein Händler die Stimmung zusammen. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.

Für den Schweizer Aktienmarkt berechnet die Bank Julius Bär den SMI gegen 8.15 Uhr um 0,18 Prozent tiefer bei 12'980,00 Punkten. Am Vortag hatte der SMI gut 1 Prozent eingebüsst.

Geberit nach Zahlen gesucht

19 der 20 SMI-Titel werden tiefer erwartet, wobei das Gros der Titel zwischen 0,1 und 0,3 Prozent nachgibt. Die grosse Ausnahme sind Geberit (+2,9%). Der Sanitärkonzern hat am Morgen überraschend gute Zahlen vorgelegt. So wurde im Startquartal in Lokalwährungen mehr Umsatz erzielt, und die Gewinnmarge wurde auf hohem Niveau noch einmal etwas ausgebaut.

Bei Alcon (-0,7%) wirkt sich der Dividendenabgang aus, das Minus ist damit nur optischer Natur.

Ausserhalb des SMI fallen Dormakaba (+3,1%) und Sandoz (+1,5%) positiv auf. Für Dormakaba hat Oddo hat das Rating auf 'Outperform' erhöht, für Sandoz Barclays auf 'Overweight'.


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