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Markt und Börse   12.05.2026 08:45:14

Aktien Schweiz Vorbörse: Klar tiefer erwartet

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse dürfte am Dienstag klar tiefer in den Handel starten. Mangelnde Fortschritte in den Gesprächen rund um eine Beendigung des Iran-Kriegs liessen die Anleger vorsichtig agieren, heisst es am Markt. Die US-Börsen setzten derweil ihre Rekordjagd trotz zunehmender geopolitischer Spannungen und steigender Inflationssorgen unbeirrt fort.

Für grössere Impulse an den Märkten könnten die am Nachmittag anstehenden US-Inflationszahlen sorgen. So wird aufgrund der höheren Ölpreise ein deutlicher Anstieg im April gegenüber den Märzzahlen erwartet. Mittlerweile gehen mehrere grosse US-Banken denn auch davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen bis Ende Jahr nicht senken wird.

Die Märkte hoffen weiter auf Fortschritte im Iran-Konflikt, doch die Gespräche bleiben festgefahren. Der geopolitische Fokus verschiebt sich so zunehmend nach China, wo Donald Trump diese Woche auf Xi Jinping trifft. Begleitet wird Trump von Spitzenmanagern wie Elon Musk, Tim Cook und Larry Fink. Im Mittelpunkt des Treffens stehen Handel, KI und geopolitische Spannungen, wobei die Erwartungen an grosse politische Durchbrüche tief sind.

Tiefer erwartet

Für den Schweizer Aktienmarkt berechnet die Bank Julius Bär den SMI gegen 8.20 Uhr um 0,54 Prozent tiefer bei 13'030 Punkten. Am Montag hatte der Leitindex den Handel praktisch unverändert geschlossen. Von den 20 SMI-Werten werden sämtliche Titel tiefer erwartet. Am deutlichsten geben dabei Amrize (-1,5%) und Lonza (-1,5%) nach, wobei beide Titel Ex-Dividende gehandelt werden.

Im Fokus steht der Pharmakonzern Roche (PS -0,6%), der heute seinen viel beachteten Diagnose Tag abhält. Weiter hält Swatch am Vormittag seine Generalversammlung ab, wo der aktivistische Investor Steven Wood einen erneuten Anlauf nimmt, um sich als Vertreter der Inhaberaktionäre in den Verwaltungsrat wählen zu lassen. Die Inhaberaktien stehen vorbörslich entgegen dem Trend leicht im Plus (+0,2%).

Am breiten Markt dominiert sonst ganz klar die Farbe Rot. So können die ausgewiesenen Quartalszahlen die Titel von Tecan (-0,6%) nicht beflügeln. Etwas besser als der Gesamtmarkt hält sich der Immobilienkonzern PSP (-0,2%) nach Zahlen.

Als einziger Titel deutlich gesucht sind derweil SoftwareOne (+2,6%). Der IT-Dienstleister hat im ersten Quartal 2026 mehr umgesetzt und verdient als erwartet.


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