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Markt und Börse   03.06.2026 08:45:14

Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert erwartet - Widersprüchliche Signale

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Mittwoch vorsichtig in den Handel starten. Die Unsicherheit bleibt hoch angesichts widersprüchlicher Aussagen im Iran-Krieg. Zudem lieferten sich beide Parteien in der Nacht auf Mittwoch eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. "So langsam wollen immer neue Höchstmarken nicht mit dem ungelösten Konflikt zusammenpassen", kommentierte ein Börsianer. Auch schlägt Trump offenbar das nächste Kapitel im Zoll-Streit auf und hat neue Strafzölle gegen rund 60 Handelspartner ins Spiel gebracht, darunter auch gegen die Schweiz.

Das geopolitische Hin und Her zeigt sich auch in den Vorgaben aus Übersee. Während der Dow Jones nach Börsenschluss in Europa noch etwas anzog, gab die Tech-Börse Nasdaq frühe Gewinne eher ab. Die asiatischen Börsen legten indes teils deutlich zu. Kräftig abwärts geht es derweil seit Wochenbeginn für den Bitcoin. Nach fast 74'000 Dollar im Montagshandel sackte die Kryptowährung zeitweise auf unter 6'000 Dollar ab. Somit zeigt sich auch hier die gedämpfte Risikobereitschaft der Anleger. Die Ölpreise haben sich derweil auf einem Niveau knapp unter 100 Dollar eingependelt.

Im Tagesverlauf rücken einige Konjunkturdaten in den Blick, darunter am Nachmittag der ADP-Jobbericht, der ISM-Dienstleistungsindex, Auftragseingänge sowie am Abend der Konjunkturbericht der US-Notenbank.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 08.10 Uhr um 0,12 Prozent leicht tiefer auf 13'290 Punkte.

Weiterhin im Blick bleiben Technologietitel wie Logitech (-0,4%), VAT (-0,1%) oder AMS Osram (-0,2%), die allerdings bereits am Vortag kräftig zugelegt hatten. Die KI-Rally an den US-Börsen geht quasi ungebremst weiter. So kletterten am Vorabend HP um rund 20 Prozent nach oben, da das Unternehmen seine Finanzziele dank starker KI-Servernachfrage erhöht hatte. Auch andere Branchenvertreter wie Marvell Technology erklommen neue Höhen. Derweil gaben Alphabet nach, da der Google-Mutterkonzern mit neuen Aktien eine historische Summe von 80 Milliarden Dollar für den KI-Ausbau aufnehmen will.

Geberit (+0,7%) wiederum startet nach dem frühzeitigen Ende des laufenden Aktienprogramms ein neues. Erneut sollen Aktien im Wert von maximal 300 Millionen Franken zurückgekauft werden.

Händler verweisen bei Partners Group (-3,6%) auf Berichte, wonach der Vermögensverwalter die Rücknahme bei einem seiner Fonds eingeschränkt hat.

Für Lonza (-0,4%) senkt die HSBC das Kursziel auf 590 von 700 Franken, liegt damit aber weiter klar über dem aktuellen Kursniveau und bleibt "Buy".


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