Aktien Schweiz Vorbörse: Schwächer - Negative Vorgaben belasten
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag mit Verlusten erwartet. Zusätzlich zur Unsicherheit rund um den ungelösten Nahostkonflikt lasten nun auch wieder neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump auf der Stimmung an den Börsen. Diese Mischung sorgte denn nach den gestrigen Verlusten in Europa für einen Rücksetzer an der Wall Street. Die Märkte in Asien griffen diese negativen Vorgaben auf und es kam ebenfalls zu Verlusten. "Da durch den Iran-Krieg ohnehin Inflationssorgen herrschen, sind weitere Zölle alles andere als hilfreich", kommentierte ein Händler am Morgen. Die Märkte nähmen sich nun offenbar die lange überfällige Atempause.
Hinzu kamen robuste US-Konjunkturdaten. "Das hat die Sicht unterstützt, dass die USA sicher in nächster Zeit keine Zinssenkung brauchen", so ein Händler. Von der EZB wird ein erster Schritt nach oben bereits in der kommenden Woche erwartet. Hierzulande rechnen Experten zwar nicht so bald mit einer Zinserhöhung, die heutigen Inflationsdaten werden aber dennoch stark beachtet. Während zudem das Swiss Economic Forum beginnt, steht am morgigen Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht das Highlight der Woche an. "Insgesamt müssen sich Anleger fragen, wie lange der KI-Enthusiasmus noch die hässlichen Fundamentaldaten für den Rest der Wirtschaft überdecken kann", hiess es am Markt.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr um 0,40 Prozent tiefer bei 13'165 Punkten.
Partners Group bleibt im Blick
Die Aktien von Partners Group (+2,1%) sollten nach ihrem Einbruch am Vortag im Blick behalten werden. Der Vermögensverwalter versucht sich in Schadensbegrenzung und bestätigt nun trotz der jüngsten Unsicherheiten bei Evergreen-Fonds seine erwartete Bruttoneukundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar.
Bei Logitech (-1,2%) setzen sich offenbar die Gewinnmitnahmen fort. Der PC-Zubehörhersteller hatte in den vergangenen Wochen stark von der KI-Fantasie profitiert und deutlich zugelegt.
In der zweiten Reihe stehen Burckhardt Compression (-9,3%) im Fokus. Das Unternehmen erlitt insbesondere beim Auftragseingang einen Einbruch und verfehlte damit die Analystenerwartungen deutlich. Zudem verschiebt das Management die Mittelfristziele.
Abwärts dürfte es auch für Barry Callebaut (-0,3%) gehen. Goldman Sachs senkt die Einstufung für den Schokoladenhersteller auf "Neutral" von "Buy". Die Vorteile der neuen Wachstumsstrategie dürften sich erst mittelfristig zeigen, schreiben die Analysten.
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