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Markt und Börse   05.06.2026 08:45:11

Aktien Schweiz Vorbörse: Vor US-Daten kaum verändert erwartet

Zürich (awp) - Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich zum Wochenschluss ein zurückhaltender Start in den Börsentag ab. Marktteilnehmer rechnen bis zum Nachmittag auch nicht mit grösseren Sprüngen. Mit dem ersten Freitag im Monat steht dann nämlich der monatliche US-Arbeitsmarktbericht an. Er könnte Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank geben. Aus den am Vortag veröffentlichten Wochendaten ging hervor, dass zuletzt überraschend viele Amerikaner Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt haben.

Die Vorgaben aus Übersee werten Börsianer unterdessen eher als verhalten. Zuletzt habe eine Rotation am Markt stattgefunden, bei der sich Investoren verstärkt aus Techwerten zurückziehen und vermehrt wieder auf Standardwerte setzen. Aber auch der anhaltende Nahost-Konflikt lastet weiterhin auf der Stimmung. In letzter Zeit gab es widersprüchliche Meldungen zu den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Dies verunsichert die globalen Märkte und hält die Öl- und Benzinpreise auf erhöhtem Niveau.

Für den hiesigen Markt berechnet die Bank Julius Bär den SMI am Morgen gegen 08.15 Uhr um 0,07 Prozent höher bei 13'350 Punkten. Damit zeichnet sich aktuell ein Wochenverlust von 1,4 Prozent ab.

Rotation raus aus Techwerten

Im Zuge der jüngsten Rotation am Markt haben Investoren zuletzt wieder verstärkt auf weniger konjunktursensible Sektoren gesetzt. Viele Strategen würden eine Ausweitung der Präferenzen begrüssen, kommentiert ein Marktteilnehmer.

Von den hiesigen Blue Chips weisen alle bis auf Schwergewicht Novartis (+0,8%) und der defensive Aromen- und Riechstoffkonzern Givaudan (+0,5%) negative Vorzeichen auf. Dabei hat nur Givaudan mit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am spanischen Duftunternehmen Eurofragance News zu bieten.

Das zweite Pharma-Schwergewicht Roche (-0,1%) hat derweil bereits am Vorabend berichtet, dass es innerhalb von sechs Tagen einen Test zur Erkennung des seltenen Bundibugyo-Virus entwickelt hat, einer Variante des Ebola-Erregers.

Bei der UBS (-0,1%) hat der CEO Sergio Ermotti einmal mehr ein Bekenntnis zum Sitz in der Schweiz abgegeben. "Wir wollen unbedingt in der Schweiz bleiben, aus der Schweiz erfolgreich sein", sagte er am Donnerstag am Swiss Economic Forum (SEF). Eine starke UBS stärke die Schweiz, und eine starke Schweiz stärke die UBS.

Erneut einen Blick wert sein dürften auch die Aktien von Partners Group (-0,1%) nach dem bislang wilden Ritt in dieser Woche. Auslöser dafür war die Einschränkung der Rücknahmen aus einem Private-Equity-Fonds sowie die gestrigen Beruhigungsversuche in Form einer bekräftigten Jahresprognose.

In den hinteren Reihen könnten nach Analystenkommentaren Clariant und auch Swissquote (beide -0,1%) im weiteren Verlauf einen Blick wert sein.


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