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Markt und Börse   18.06.2026 11:30:19

Aktien Schweiz: SMI leichter - SNB anders als Fed ohne Überraschungen

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einem volatilen frühen Handel klar in den roten Bereich gedreht. Nachdem die US-Börsen nach überraschend falkenhaften Äusserungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh Federn lassen musste, blieb hierzulande die SNB ihrem Kurs treu. Die Nationalbank passte für die Devisenmarktinterventionen indes die Kommunikation etwas an, was den Franken leicht unter Druck setzte. Derweil rücken die Sorgen um das USA-Iran-Kriegsthema durch die Unterzeichnung eines Abkommens zwar etwas in den Hintergrund, allerdings seien noch viele Details sehr vage, sagt ein Händler.

Im Tagesverlauf stehen nur noch wenige Impulsgeber an. Nach der Zinsentscheidung der Bank of England am Mittag rücken am Nachmittag aus den USA noch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Frühindikator in den Blick. Derweil findet der vierteljährliche grosse Verfall wegen des morgigen US-Feiertags Juneteenth über zwei Tage statt - bereits heute in den USA und morgen in Europa. "Anleger müssen sich damit auf 48 Stunden volatilen Handel einstellen", so ein Händler.

SMI gibt nach

Im Vormittagshandel schwankte der SMI in einer engen Spanne um den Vortagesschluss, gegen 10.50 Uhr steht der Leitindex mit 0,42 Prozent auf 13'757,38 Punkte dann doch klarer im Minus. Der SMIM der mittelgrossen Werte verliert 0,31 Prozent auf 3092,13 Punkte, während der breite SPI um 0,45 Prozent auf 19'242,88 Zähler nachgibt.

Die dünne Indexspitze teilen sich UBS (+2,0% auf 40,79), die sich damit weiter über der Marke von 40 Franken etablieren, und ABB (+1,5%). Die Titel des Industriekonzerns sind mit einem Plus seit Jahresbeginn von fast 50 Prozent der unangefochtene Gewinner im SMI.

Die rote Laterne tragen derweil Kühne+Nagel (-2,7%). In den vergangenen Wochen waren die Titel recht häufig gefragt, da sich durch die Sperrung der Strasse von Hormus Chancen für den Logistiker ergaben. Mit der Unterzeichnung des Abkommens schwinden diese Vorteile nun.

Zu den Verlierern zählen auch die Bauwerte Amrize (-2,6%), Holcim (-1,7%) und Sika (-1,1%). Von den Schwergewichten Roche (-0,9%), Novartis (-0,5%) und Nestlé (-1,1%) kommt ebenfalls keine Unterstützung.

Partners Group (-1,7%) führen bei einem bestehenden Investmentfonds eine zweigeteilte Aktienstruktur ein. Der Vermögensverwalter war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil er die Rücknahmen bei Evergreen-Fonds eingeschränkt hatte.

Uhrenwerte uneinheitlich

Bei den beiden Uhrenwerten Richemont (-0,1%) und Swatch (-0,3%) fällt die Reaktion auf die Exportdaten moderat aus. Im Mai haben sich die Schweizer Uhrenexporte nach einem von der US-Zollpolitik ausgelösten April-Einbruch stabilisiert. Die Erholung in China geriet dabei allerdings ins Stocken.

Noch im Plus halten sich derweil Schindler (+0,5%). Der Aufzug- und Fahrtreppenbauer hat das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms um 200 Millionen auf neu bis zu 700 Millionen Franken erhöht.

Leonteq (+5,9%) sind stark gefragt, nachdem der Derivate-Spezialist den Abschluss sämtlicher regulatorischer Altlasten bekannt gegeben hat. Analysten werten die Nachricht positiv - sie sorge für Klarheit bei Kunden und erleichtere die Umsetzung der strategischen Prioritäten, schreibt die ZKB.

Die Aktien der VP Bank (+2,9%) profitieren, wenn auch bei gewohnt niedrigen Volumen, von einer Hochstufung durch die ZKB. Die Restrukturierungsarbeiten seien weitgehend abgeschlossen und der Fokus liege wieder auf profitablem Wachstum, so die Experten.


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