News story
Markt und Börse   18.06.2026 08:45:15

Aktien Schweiz Vorbörse: Leichte Verluste - Warten auf SNB

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag eine leicht tiefere Eröffnung erwartet. Damit zeigen die klar negativen US-Vorgaben ihre Wirkung. Denn an der Wall Street war es am Vorabend zu klaren Verlusten nach der Fed-Zinsentscheidung gekommen. Zwar blieben die Leitzinsen unverändert, das Gremium um den neuen Fed-Chef Kevin Warsh hat allerdings die Möglichkeit höherer Zinsen angedeutet und damit die Märkte überrascht.

"Die Falken kreisen", lautete denn auch ein Kommentar. Zudem kündigte Warsh umfangreiche Änderungen in der Geldpolitik und an der Kommunikationsart der Notenbank an und stellte die Preisstabilität wieder in den Mittelpunkt. "Insgesamt war die Entscheidung so unerwartet falkenhaft, dass man sich fragen muss, ob es sich nicht um einen sorgfältig inszenierten Schachzug handelte, um Warshs Unabhängigkeit vom Weissen Haus zu demonstrieren", fasst es Händlerin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote zusammen.

Nun richtet sich der Fokus hierzulande auf die SNB, die am Vormittag ihre Zinsentscheidung bekannt gibt. Es werden keine Änderungen erwartet, auch wenn die Nationalbank "schon immer für eine Überraschung gut war", wie Börsianer sagen. Derweil tritt das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran laut dem Vermittlerstaat Pakistan nach erfolgter Unterzeichnung mit "sofortiger Wirkung" in Kraft. Teheran werde die Strasse von Hormus "unverzüglich wieder öffnen". Viele weitere Details sind aber nach wie vor unklar.

SMI etwas leichter

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 08.10 Uhr um 0,22 Prozent leicht tiefer bei 13'785 Punkten.

Bei den insgesamt wenig bewegten Schwergewichten hat der Pharmakonzern Roche (-0,2%) bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen ergänzenden Zulassungsantrag für die Kombination von Lunsumio Velo und Polivy eingereicht. Derweil zeigen sich auch Novartis (-0,2%) und Nestlé (-0,2%) im Rahmen des Gesamtmarktes. ABB (+0,3%) werden als einziger SMI-Wert im Plus erwartet, nachdem die Citigroup das Kursziel angehoben hat.

Der Aufzug- und Fahrtreppenbauer Schindler (+0,6%) hat das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms um 200 Millionen auf neu bis zu 700 Millionen Franken erhöht.

Mit den Daten zu den Uhrenexporten für Mai stehen Richemont (-0,3%) und Swatch (-0,2%) im Blick. Diese waren nominal um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Zudem hob die Citigroup das Kursziel für Swatch an.

Unter den kleineren Werten kann der Derivate-Anbieter Leonteq (+1,9%) nach eigenen Angaben seine sämtlichen regulatorischen Altlasten nun abschliessen.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A