Aktien Schweiz Eröffnung: SMI findet keine Richtung
Zürich (awp) - Zuversicht sieht anders aus: Am Schweizer Aktienmarkt mag zum Wochenschluss keine rechte Friedens-Euphorie aufkommen. Dabei haben sowohl der Iran als auch die USA das gemeinsame Abkommen zur Beendigung des Krieges unterschrieben. Es trat nach pakistanischen Angaben mit "sofortiger Wirkung" in Kraft.
Die Vereinbarung sieht unter anderem die Öffnung der Strasse von Hormus und ein Ende der US-Seeblockade vor. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum iranischen Atomprogramm, soll dem Rahmenabkommen zufolge innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden. Allerdings wirft die Absage der für diesen Freitag auf dem Bürgenstock geplanten Gespräche zwischen den beiden Parteien Fragen auf. Zudem gibt es Berichte, wonach der Iran zunächst Zeichen einer Umsetzung des Abkommens fordert.
Damit haben auch die Ölpreise nach dem jüngsten Rückgang zum Wochenschluss nun wieder zugelegt. Es sei nun wieder unklar, wie genau es in dem Konflikt weitergeht, heisst es im Handel.
SMI ohne klare Richtung
Der Leitindex SMI tritt im frühen Handel mehr oder weniger auf der Stelle. Gegen 9.20 Uhr steht er bei 13'775,39 Punkten (+0,07%). Dabei sind die Gewinner (14) in der Überzahl. Der SMIM bewegt sich mit -0,04% Prozent auf 3101,26 Punkte ebenfalls kaum, während der breite SPI 0,08 Prozent hinzugewinnt auf 19'478,68 Zähler.
Im weiteren Handelsverlauf kann es hier und da zu Ausschlägen kommen, da heute grosser Verfallstag ist - "Hexensabbat". Dann laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen. Derweil bleibt die Wall Street wegen des Feiertages "Juneteenth" geschlossen.
Das Gewinnerfeld führen Givaudan, Novartis, Sika und Kühne+Nagel mit Gewinnen von bis zu 1,5 Prozent an. Bei Sika und Givaudan stützen Analystenkommentare.
Bei Amrize (-1,8%) und der UBS (-1,4%) sind es ebenfalls Analystenkommentare, die die Kurse bewegen, allerdings nach unten. Zu Amrize äussern sich die Experten von Jefferies unterdessen vorsichtig mit Blick auf die anstehenden Halbjahreszahlen. Die UBS wiederum leidet zusammen mit Julius Bär (-3,2%) unter einer Herunterstufung durch KBW.
Auch in den hinteren Reihen sind die Papiere von Comet (+1,4%) und Inficon (+0,7%) massgeblich durch Analystenkommentare gestützt.
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