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Markt und Börse   26.06.2026 11:42:10

Aktien Schweiz: SMI baut Verluste etwas aus - Tech-Ausverkauf in Asien

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitagvormittag nach einer leicht schwächeren Eröffnung seine Verluste ausgeweitet. Damit befindet sich die Schweizer Börse im Gleichschritt mit den anderen grossen Handelsplätzen in Europa. Die Taucher im Tech-Sektor schwappten aus den USA auf die hiesigen Branchenvertreter über. Die happigen Preiserhöhungen von Apple hatten für einen Kursrutsch gesorgt. Der iPad- und Mac-Hersteller will damit die drastisch gestiegenen Kosten für Speicherchips weitergeben. Dies schürte Ängste vor einer nachlassenden Nachfrage im Privatkundengeschäft.

Hinzu kommen Sorgen um die kurzfristige Rentabilität der gewaltigen KI-Investitionen. Ein Dämpfer sind auch Berichte über eine Verschiebung des OpenAI-Börsengangs. Insgesamt könne sich für die heissen Sommermonate eine Rotation von Tech zu Non-Tech zeigen, hiess es.

Überdies rückte die weltpolitische Lage wieder in den Blick durch einen Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman. Die Märkte in Asien färbten sich am Morgen dann tiefrot. Allerdings blieben die Ölmärkte cool. Der Ölpreis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank gegenüber dem Vortag um 3,5 Prozent auf 72,60 Dollar.

An der Schweizer Börse sei es sehr, sehr ruhig, sagte ein Händler: "Kleine Volumen bei grosser Hitze." Die Agenda bleibt weitgehend leer. Am Nachmittag könnte lediglich das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan einen gewissen Einfluss vor dem Wochenende haben. In der kommenden Woche erwartet die Anleger dann eine Reihe von wichtigen Konjunkturdaten, allen voran der US-Arbeitsmarktbericht. Der Bitcoin rutschte auf die Marke von 60'000 Dollar ab.

SMI auf Kurs zu Wochenplus

Der Leitindex SMI notiert gegen 11.30 Uhr um 0,70 Prozent im Minus bei 14'131,86 Punkten. Am Vortag hatte der SMI bei 14'267 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Auch auf Wochensicht zeichnet sich ein deutliches Plus ab. Der Mid-Cap-Index SMIM verliert 0,80 Prozent auf 3147,21 und der SPI 0,70 Prozent auf 19'909,62 Zähler.

Von der Talfahrt der Tech-Werte in den USA werden hierzulande ABB (-2,2%), Logitech (-1,7%) und VAT (-0,8%) erfasst. Auch Titel aus der zweiten Reihe wie AMS Osram (-5,0%), Inficon (-1,4%), Sensirion (-3,0%) oder SoftwareOne (-2,7%) stehen auf den Verkaufslisten.

Ebenfalls unter Druck sind die Banken UBS (-1,5%) und Julius Bär (-0,5%).

Die Gesundheitswerte haben ebenfalls einen schweren Stand: So sinken die Schwergewichte Novartis (-1,3%), Roche (-1,0%) und Nestlé (-0,1%). Alcon stehen um 1,3 Prozent im Minus und Sandoz 1,9 Prozent.

Auf der Gewinnerseite stehen der Luxusgütertitel Richemont (+1,1%) nach einer positiven Studie von Oddo BHF, der Logistiker Kühne+Nagel (+0,7%) oder der Bauzulieferer Geberit (+0,7%).

Bei den kleineren Werten setzen Gurit (+5,8%) ihren Steigflug nach der Hochstufung der UBS am Vortag fort. Dagegen verlieren Medacta 1,5 Prozent. Es gab innerhalb von gerade einmal 48 Stunden gleich zwei grössere Titelverkäufe aus dem Top-Management des Orthopädieunternehmens, was für Gesprächsstoff sorgte.


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