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Markt und Börse   26.06.2026 08:45:13

Aktien Schweiz Vorbörse: Leichter - Unsicherheit flammt wieder auf

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt wird am Freitag ein Start mit Verlusten erwartet. Nach einem Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman wurden Durchfahrten in der Strasse von Hormus gestoppt. Damit flammt die Unsicherheit wieder auf. Bereits an der Wall Street hinterliess diese Entwicklung ihre Spuren - frühe Gewinne dank frischer KI-Euphorie wurden vom Dow Jones nur knapp ins Ziel gerettet, an der Nasdaq gab es Verluste. Die Märkte in Asien färbten sich am Morgen tiefrot. "Ausgelöst wurden die Verluste im Tech-Sektor von Apples Ankündigungen für Preiserhöhungen, hinzu kamen Berichte über eine Verschiebung des OpenAI-Börsengangs. Die Welle schwappte dann auf Asien über und sorgte für entsprechend starke Verkäufe", so ein Händler.

Immerhin blieb eine Reaktion der Ölpreise bislang aus, ein Fass der Sorte Brent kostete zuletzt 73,83 US-Dollar und blieb damit auf dem wieder tieferen Niveau. Derweil kam der Bitcoin weiter unter Druck. Die Agenda bleibt derweil weitgehend leer. Am Nachmittag könnte lediglich das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan einen gewissen Einfluss vor dem Wochenende haben. In der kommenden Woche erwartet die Anleger dann eine Reihe von wichtigen Konjunkturdaten, allen voran der US-Arbeitsmarktbericht.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 08.10 Uhr um 0,33 Prozent tiefer bei 14'185 Punkten. Am Vortag hatte der Schweizer Leitindex bei 14'267 Zählern noch ein neues Rekordhoch markiert.

In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit dürften die Schwergewichte einmal mehr ihre defensiven Qualitäten ausspielen. Vorbörslich entwickelten sich Nestlé, Roche und Novartis noch im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Etwas besser hielten sich Swisscom (-0,2%) oder die Versicherer wie Swiss Life (-0,2%).

Der Uhrenhersteller Swatch (-0,3%) fordert gemäss einem Bericht der "FT" in einem Markenrechtsstreit gegen Samsung 170 Millionen Dollar Schadensersatz. Der seit Jahren laufende Rechtsstreit in London betreffe 26 digitale Zifferblätter für Smartwatches, die laut Swatch den Marken der Gruppe ähnelten. Gleichzeitig erhöht Kepler Cheuvreux das Kursziel.

Tech-Werte wie VAT (-1,1%) sollten nach dem Ausverkauf der Branche an den asiatischen Märkten im Auge behalten werden.

Die Titel des Aufzugbauers Schindler (-0,2%) könnten von einer positiven Studie durch JPMorgan gestützt werden. Neben robusten Zahlen sehen die Analysten zudem die geplante Fusion der Konkurrenten TK Elevator und Kone als Chance und nicht als Risiko für Schindler.


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