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Börse: Schlussbericht   29.06.2026 18:15:10

Aktien Schweiz Schluss: SMI nimmt wieder Kurs auf Allzeithoch

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der Leitindex SMI übersprang dabei auch wieder die Marke von 14'200 Punkten und steht nur noch wenig unter seinem Allzeithoch, das erst in der Vorwoche aufgestellt wurde. Nachdem es bis zum Mittag noch stetig abwärts ging, schoben vor allem die defensiven Schwergewichte den SMI am Nachmittag wieder in den positiven Bereich.

Die erneuten Scharmützel zwischen dem Iran und den USA am Wochenende wurden von den Märkten ohne grössere Reaktion weggesteckt. Ähnliche Vorfälle hatte es auch schon in der Vergangenheit gegeben, ohne dass die Waffenruhe grundsätzlich infrage gestellt wurde.

Händler verwiesen zudem auf die für den Dienstag in Doha angesetzten Gespräche zwischen den Konfliktparteien, die weiter Entspannung mit sich bringen könnten. Auch der Ölpreis reagierte kaum auf die Entwicklungen im Persischen Golf. Das Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich nur leicht auf aktuell rund 73 US-Dollar.

SMI nähert sich wieder Allzeithoch an

Der Swiss Market Index (SMI) gewann am Montag 0,36 Prozent auf 14'223,90 Punkte und schloss damit auf Tageshoch. Bis zum Allzeithoch fehlen damit nur noch knapp 44 Zähler. Unter den SMI-Werten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage.

Der SMIM der mittelgrossen Werte zog um deutliche 0,82 Prozent auf 3170,33 Punkte an und der breite SPI um 0,43 Prozent auf 20'040,99 Zähler.

Schwergewichte stützen

Massgebliche Unterstützung gab es für den SMI wieder einmal durch die defensiven Schwergewichte. Allen voran zogen Nestlé um 1,2 Prozent an. Hier verwiesen Händler auf optimistischere Analystenkommentare in Anbetracht der bald bevorstehenden Quartalszahlen. Bei Roche (+0,8%) stützen Nachrichten zu einer neuen Sequenzierungs-Plattform mit dem Namen "Axelios 1". Novartis (-0,1%) schlossen dagegen leicht tiefer.

Insgesamt waren Firmen aus dem Gesundheitsbereich gefragt. So fanden sich etwa auch Galderma (+4,2%) und Sandoz (+1,8%) unter den stärksten Blue Chips. Beim Generikaspezialisten halfen zudem Neuigkeiten zum neuartigen GLP-1-Mittel. Hierzu wurde ein entsprechender Zulassungsantrag für eine generische Variante des Wirkstoffs von Eli Lilly bei der FDA eingereicht. Analysten werteten dies als ermutigenden Schritt.

Grössere Verwerfungen gab es zum Handelsschluss vor allem bei den Halbleiterwerten. Hauptgrund war der zunächst fortgesetzt Ausverkauf bei den zuletzt gehypten Chipwerten in den USA, etwa bei Micron oder Sandisk. Schliesslich drehten VAT (+2,2%) aber doch noch klar im Plus und näherten sich damit wieder ihren Höchstständen an. In den hinteren Reihen stiegen Inficon (+1,2%) ebenfalls an.

Bauwerte unter Druck

Besonders schwach zeigten sich am Berichtstag Bauwerte. Dabei fanden sich Amrize (-4,4%) und Holcim (-3,8%) klar am Ende der SMI-Werte wieder. Auch andere baunahe Titel wie Sika, Geberit oder Schindler büssten zwischen 2,5 und 0,3 Prozent ein. Händler verwiesen auf eine allgemeine Branchenschwäche. Laut Analystenkommentaren könnten sich die Auswirkungen des Iran-Kriegs im zweiten Quartal erst deutlich niederschlagen. Schuld seien die hohen Energiekosten, welche zu einer Kosteninflation entlang der gesamten Wertschöpfungskette geführt haben könnten.

Im breiten Markt ging es mit DocMorris (+5,9%) deutlich aufwärts. Händler verwiesen hier auf Deckungskäufe, welche die Papiere anschoben. Auch der deutsche Konkurrent Redcare schloss klar im Plus. Oerlikon (+4,3%) wurden durch eine klare Kurzielerhöhung von Kepler Cheuvreux angetrieben. Aktienverkäufe im Verwaltungsrat von Centiel (-4,4%), setzten laut Händlern die Papiere nach dem zuletzt starken Lauf unter Druck.


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