Aktien Schweiz Vorbörse: Verschnaufpause zum Wochenstart erwartet
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag etwas tiefer in den Handel starten. Damit würde er nach den deutlichen Gewinnen in der Vorwoche mit Rekordständen erst einmal eine kleine Pause einlegen. Die Wall Street war am Freitag zwar feiertagsbedingt geschlossen, die Futures deuten aktuell aber auf eine freundliche US-Eröffnung hin.
Störfeuer von der Lage im Nahen Osten sind über das Wochenende zumeist ausgeblieben. Dieses stand für US-Präsident Donald Trump ganz im Zeichen der amerikanischen 250-Jahr-Feier. Und im Iran wurde der während des Kriegs getötete Führer Ajatollah Ali Chamenei zu Grabe getragen. Für die Märkte bleibt die Lage im Nahen Osten heikel, denn der Iran-/Hormus-Komplex ist noch weit weg von gelöst. Gleichzeitig laufen die Diskussion um US-Zölle und Industriepolitik weiter.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr um 0,27 Prozent tiefer auf 14'385 Punkten. Aktuell steht der SMI-Rekord von vergangener Woche bei 14'426 Punkten. Erreicht hat er das im späten Handel am Freitagnachmittag.
Pharmawerte im Fokus
Alle 20 SMI-Werte ausser Roche werden vorbörslich um 0,1 Prozent tiefer gestellt. Roche (-1,2%) sacken nach einer Rating-Senkung durch HSBC zunächst deutlicher ab.
Einen Blick wert sind die Anteilsscheine von Novartis (-0,1%). Der Pharmakonzern übernimmt das britische Biotechunternehmen Myricx Bio für bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar und stärkt damit seine Pipeline für Krebsmedikamente.
Insgesamt hält sich aber das Nachrichtenaufkommen in Grenzen. In den hinteren Reihen könnte mit Börsenbeginn Implenia mit Modernisierungsaufträgen in der Schweiz und Deutschland Beachtung finden.
Zudem sorgen Analysten einmal mehr für Gesprächsstoff und lösen damit zumindest vorbörslich schon leichte Kursreaktionen etwa bei Also (+0,7%) aus.
Techwerte werden unterdessen auch weiterhin im Fokus stehen. Namhafte Analysten wie etwa Mislav Matejka von JPMorgan schreiben, dass die jüngsten Rückschläge durchaus als Chance zum Einstieg gesehen werden sollten. Denn für den Halbleiterzyklus sei kein nahes Ende in Sicht. Nennenswerte neue Kapazitäten gebe es vermutlich nicht vor 2028.
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