Aktien Schweiz Vorbörse: SMI zum Wochenstart fest erwartet
Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt deuten die vorbörslichen Indikationen am Montag auf einen freundlichen Wochenstart hin. Investoren steht eine abermals datenreiche Woche bevor, in der Unternehmenszahlen ebenso im Fokus stehen wie zahlreiche Wirtschaftsdaten.
Zum Wochenstart dürften allerdings zunächst die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt den Ton angeben. Hier gibt es Anzeichen einer Deeskalation. So hat US-Präsident Donald Trump aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit dem Iran eine neue Angriffswelle des Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.
Die Ölpreise haben mit deutlichen Preisrückgängen auf die Nachricht reagiert. Auch die US-Futures deuten aktuell auf eine klar positive Eröffnung hin. Dagegen fallen die wichtigsten asiatischen Börsenindizes überwiegend zurück.
Für den Schweizer Aktienmarkt berechnet die Bank Julius Bär den Leitindex SMI vorbörslich um 0,62 Prozent höher bei 14'435 Punkten. Mitte vergangener Woche hat das Barometer bei 14'656 Zählern eine weitere Bestmarke gesetzt. Den SMIM der mittelgrossen Werte berechnet Bär mit 3154 Punkten (+1,2%).
Nestlé setzen Sonderrolle fort
Von den 20-SMI-Einzelwerten gewinnen vorbörslich alle bis auf Schwergewicht Nestlé (-0,5%) hinzu. Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns hatten seit Vorlage der Halbjahreszahlen einen recht volatilen Lauf.
Die grössten vorbörslichen Gewinne von bis zu 1,9 Prozent verzeichnen unterdessen Richemont, der Versicherer Zurich sowie Logitech.
Auch Novartis und Holcim (beide +1%) sind weiter vorne im Gewinnerfeld anzutreffen. Während Novartis eine Zulassungserweiterung für sein Prostatakrebsmittel Pluvicto in den USA erhalten hat, trennt sich Holcim vom Geschäft auf den Philippinen.
Sandoz vorbörslich gesucht
Noch stärkere Ausschläge sind allerdings beim SMI-Anwärter Sandoz (+3,1%) zu beobachten. Der Generika-Konzern hat seine juristische Vergangenheit in den USA nahezu aufgearbeitet und sich dafür mit 43 US-Bundesstaaten und Territorien sowie einer Gruppe indirekter Wiederverkäufer auf Vergleiche geeinigt. Zusammengenommen summieren sich die Vergleiche auf knapp 480 Millionen US-Dollar.
In den hinteren Reihen fallen noch Oerlikon (+3,3%) und Landis+Gyr (+3,8%) auf. Beim Stromzählerspezialisten Landis kommt das Festpreisangebot zum Rückkauf eigener Namenaktien gut an.
Insgesamt versprechen die kommenden Tage einmal mehr eine Mischung aus Unternehmens- und Konjunkturzahlen. Hierzulande werden die Blue Chips Swiss Re, Zurich, Swisscom und Amrize erwartet. Marktbewegend könnten unterdessen die ersten Quartalszahlen von SpaceX im Laufe der Woche werden, bevor zum Wochenschluss der monatliche US-Arbeitsmarktbericht mögliche Rückschlüsse für die weitere US-Zinspolitik erlaubt.
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