Aktien Schweiz Vorbörse: SMI leichter zum Auftakt erwartet
Zürich (awp) - Zum Wochenschluss zeichnet sich für den Schweizer Aktienmarkt eine etwas tiefere Eröffnung ab. Damit würde er an die etwas leichtere Tendenz vom Vortag anknüpfen. Auf Wochensicht ist der SMI trotzdem weiterhin auf Kurs zu einer positiven Bilanz. Als tendenziell belastend werten Händler auch die Vorgaben aus Übersee.
An der Wall Street hatten am Vortag steigende Ölpreise für Verluste gesorgt. In Asien überwiegen zum Wochenschluss ebenfalls die Kursverluste. Abgesehen davon, dass die Lage im Nahen Osten weiterhin verworren bleibt, seien die Börsen aller Unsicherheit zum Trotz zuletzt "heiss gelaufen", ist im Handel zu hören. Daher seien Gewinnmitnahmen oder gar auch grössere Rücksetzer durchaus denkbar.
Nach der jüngsten Rekordserie an diversen Börsen weltweit beginne für Investoren nun "der erste Faktencheck", sagt ein Börsianer. "Die Entspannungssignale im Iran-Krieg sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gemengelage im Nahen Osten fragil bleibt und der jüngste Zickzackkurs jederzeit in die nächste Runde gehen könnte."
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 08.10 Uhr mit einem Minus von 0,23 Prozent bei 14'485 Zählern. Für diese erste Augustwoche zeichnet sich aktuell ein Plus von einem Prozent ab. Derweil wird der SMIM der mittelgrossen Werte mit einem Auftaktverlust von 0,12 Prozent bei 3189 Zählern erwartet.
Amrize vorbörslich klar im Minus
Alle 20 SMI-Werte werden vorbörslich tiefer gestellt. Allerdings liegen die Abgaben meist zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Dagegen zeichnet sich nach den Halbjahreszahlen vom Vorabend für Amrize (-5,1%) eine deutlich tiefere Eröffnung ab. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz und auch den Gewinn gesteigert. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde leicht erhöht, diejenige für den operativen Gewinn etwas reduziert.
Daneben gab es noch aus den hintere Reihen von Mobimo (keine vorbörslichen Kurse) Zahlen. Die Immobiliengesellschaft hat im ersten Halbjahr 2026 mehr verdient. Dabei stiegen die Mieterträge, während das Ergebnis aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft tiefer ausfiel. Die Neubewertungen legten jedoch signifikant zu.
Allerdings dürften die Unternehmenszahlen im Handelsverlauf dann in den Hintergrund rücken, denn in den USA stehen am Nachmittag die monatlichen Arbeitsmarktdaten au der Agenda. Sie haben das Potenzial, die Zinserwartungen und das Marktgeschehen zu beeinflussen, auch weil es immer wieder Überraschungen gegenüber der Konsensschätzung gibt.
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