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Markt und Börse   07.08.2026 11:34:14

Aktien Schweiz: Schwergewichte stützen SMI zum Wochenschluss

Zürich (awp) - Vor dem Wochenende setzen die Investoren am Schweizer Aktienmarkt vor allem auf die defensiven Vertreter. Dabei erweisen sich speziell die beiden Pharma-Schwergewichte als massgebliche Stütze für den SMI. Denn an sich sei die Luft für diese Woche raus - auch wenn am Nachmittag mit dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht auf Datenseite noch der wohl wichtigste Termin für diese Woche ansteht, so ein Händler.

Die geopolitischen Unwägbarkeiten im Nahen Osten blieben einfach zu gross, "auch weil die gegenseitigen Forderungen der Kriegsparteien eine Lösung weiter erschweren", fasst ein Börsianer zusammen. Entscheidend sei, dass den politischen Signalen diesmal belastbare Vereinbarungen folgen. "Anleger dies- und jenseits des Atlantiks erwarten Taten statt Worte", so ein weiterer Börsianer. Am Ende bleibe die Lage weiterhin fragil und der jüngste Zickzackkurs könnte jederzeit in die nächste Runde gehen. "Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Monaten von vermeintlichen Friedenssignalen enttäuscht."

Der SMI gewinnt gegen 11.15 Uhr 0,35 Prozent auf 14'569,72 Punkte. Am Vortag hatte sich der Leitindex nach vier Gewinntagen in Folge eine Verschnaufpause gegönnt. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt am Freitagvormittag um 0,72 Prozent auf 3215,81 und der breite SPI um 0,40 Prozent auf 20'527,42 Zähler.

Im SMI halten sich Gewinner und Verlierer mit jeweils 10 Vertretern die Waage. Klarer Ausreisser sind mit -9,1 Prozent Amrize. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hat am Vorabend ein durchwachsenes Zahlenset zum zweiten Quartal vorgelegt. Einer dynamischen Umsatzentwicklung stehen gestiegene Kosten und Margendruck gegenüber.

Im Kielwasser von Amrize geben auch die Aktien der ehemaligen Mutter Holcim (-1,2%) nach. Mit ABB (-0,5%) und Geberit (-0,8%) fallen noch weitere baunahe Zykliker klar zurück.

Bei den Versicherern Swiss Life, Swiss Re und Zurich machen Börsianer die Zahlen der deutschen Konkurrenz für die Abgaben von bis zu 1,1 Prozent verantwortlich.

Dem stehen Kursgewinne von 2,1 Prozent auf 372,40 Franken beim Schwergewicht Roche gegenüber. Morgan Stanley hat das Rating auf "Overweight" erhöht und das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 410 Franken nach oben geschraubt. Auch Konkurrent Novartis (+1,0%) gehört zu den Favoriten.

Mit Alcon (+1,2%) und aus dem SMIM den beiden SMI-Anwärtern Sandoz (+3,6%) und Galderma (+2,5%) gewinnen noch weitere eher defensive Vertreter aus der Gesundheitsbranche zum Wochenschluss überdurchschnittlich klar hinzu. Gerade Sandoz haben damit seit der Zahlenvorlage am Mittwoch mehr als 10 Prozent hinzugewonnen.

Derweil wechselt Schwergewicht Nummer drei, Nestlé (-0,1%), immer wieder das Vorzeichen und pendelt damit in einer engen Spanne um seinen Vortagesschlusskurs.

In den hinteren Reihen hat noch die Immobilien-Gesellschaft Mobimo (unv.) Zahlen vorgelegt, die Aktie zeigt sich aber unbeeindruckt.

Zu den auffälligeren Werten zählen noch der Laborausrüster Tecan (+2,3%) und auch Swissquote (-2,5%). Beide legen in der kommenden Woche Zahlen vor. Bei Tecan stellt sich dann die Frage, ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren, während die Halbjahresbilanz bei Swissquote sich als der dringend benötigte Impulsgeber erweisen könnte, aus der jüngsten Kursstarre auszubrechen.

Im heutigen weiteren Handelsverlauf steht dann noch das eigentliche Highlight dieser Woche an: die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. Sie haben das Potenzial, die Zinserwartungen und das Marktgeschehen zu beeinflussen, auch weil es immer wieder Überraschungen gegenüber der Konsensschätzung gibt.


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