News story
Markt und Börse   13.08.2026 11:30:20

Aktien Schweiz: SMI freundlich dank Gegenbewegung

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich am Donnerstag in einer zaghaften Gegenbewegung leicht nach oben. Nach zwei Verlusttagen in Folge ist der Leitindex SMI immerhin kurzzeitig wieder über die Marke von 14'500 Punkten gestiegen. Allerdings halten die erneut schwächeren Pharmaschwergewichte den Index etwas zurück.

Nachdem die US-Konsumentenpreise am Vortag zwar im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren, aber weiterhin klar oberhalb der Zielmarke der US-Notenbank von zwei Prozent liegen, folgen im weiteren Tagesverlauf nun die US-Produzentenpreise als weiteres Teuerungsmass. Sie dürften zeigen, ob die Unternehmen die Preissteigerungen tatsächlich weiter kompensieren können, kommentiert ein Händler. Allerdings hätten sich erst jüngst die Energiepreise wieder verteuert, was sich in den heutigen Daten noch nicht widerspiegeln kann. 

Nahostkonflikt schwelt weiter

Und auch der Iran-Krieg schwebe "weiterhin wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger", verweist ein weiterer Marktakteur auf das zweite beherrschende Thema. Dabei schienen die Marktteilnehmer ihre Balance auf dem geopolitischen Glatteis gefunden zu haben. So schwinge unter Anlegern "nach wie vor die subtile Angst und damit eine gewisse Torschlusspanik mit, die Rallye verpassen zu können". Auch wenn der Markt der Drohkulisse zwischen Washington und Teheran weiterhin die Stirn biete und an potenzielle Risiken und Nebenwirkungen derzeit keinen Gedanken verschwende, bleibe der Konflikt ein zentrales Thema.

Der SMI gewinnt gegen 11.00 Uhr 0,34 Prozent auf 14'499,28 Punkte. Von den 20 Einzelwerten legt die Mehrheit (15) zu. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,21 Prozent auf 3209,57 Zähler und der breite SPI um 0,35 Prozent auf 20'441,62 Punkte.

Das Gewinnerfeld führen Logitech (+3,1%) und Kühne+Nagel (+2,0%) mit einigem Vorsprung an. In beiden Fällen verweisen Händler auf Zahlen der Konkurrenz als treibende Kraft. Bei Logitech weist ein Beobachter auf Cisco hin, die "ganz solide Zahlen vorgelegt haben". Kühne+Nagel werden von den über den Erwartung ausgefallenen Zahlen der dänischen Reederei Møller-Mærsk und deren erneuter Prognoseerhöhung angeschoben. Bereits zur Wochenmitte hatten Kühne+Nagel in dem insgesamt eher gedämpften Umfeld überdurchschnittlich stark hinzugewonnen.

Als Stütze für den Markt erweisen sich auch die Kursgewinne von 1,5 Prozent bei Nestlé. Sie bilden damit ein starkes Gegengewicht zu den beiden Pharma-Werten Roche (-0,4%) und Novartis (-0,2%).

Mit der Swisscom, dem Versicherer Helvetia Baloise oder auch dem Goldhasen-Hersteller Lindt&Sprüngli gewinnen weitere eher defensive Titel bis zu 1,1 Prozent hinzu.

Neben Helvetia Baloise sind mit der Swiss Re, der Swiss Life, der UBS und Zurich auch alle übrigen Vertreter der Finanzindustrie im grünen Bereich anzufinden. Die Kursgewinne reichen von +0,6 Prozent bis +0,2 Prozent. Lediglich Partners Group (-0,2%) können nicht mithalten.

Hintere Reihen geben Ton an

Die eigentliche Musik spielt an diesem Tag aber in den hinteren Reihen. Dabei reichen die Kursreaktionen auf die vorgelegten Zahlen von +13,9 Prozent bei Komax bis -11,8 Prozent bei Swissquote. Analysten werten bei Komax vor allem Punkte wie den Auftragseingang positiv. Derweil hat die Onlinebank im ersten Semester 2026 unter der Schwäche im Markt mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen gelitten.

Nicht ganz so euphorisch fallen die Reaktionen auf die Zahlen von Montana Aerospace (+5,0%), der Thurgauer Kantonalbank (+2,2%), der Glarner Kantonalbank (+0,4%), der Basler Kantonalbank (+0,1%), Kuros (-0,3%) oder Schlatter (-2,6%) aus.

Varia US (+1,2%) profitieren von der News über einen neuen US-Partner.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A