Aktien Schweiz Eröffnung: Wenig verändert trotz Nahostsorgen
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag zum Handelsstart wenig verändert. Negative Vorgaben aus den USA und Asien sowie die anhaltenden Sorgen um die Lage im Nahen Osten sorgen zwar für Gegenwind. Gleichzeitig stützen die defensiven Schwergewichte den Leitindex. In den hinteren Reihen sorgt die laufende Berichtssaison für teils kräftige Kursausschläge.
Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Nach dem ergebnislosen Auslaufen der US-iranischen Waffenruhe wurde in der Strasse von Hormus erneut ein Frachtschiff angegriffen. Zugleich verhärten sich die Positionen zwischen Washington und Teheran weiter, womit laut Marktbeobachtern die Hoffnungen auf eine rasche Entspannung schwinden.
"Die Anleger müssen derzeit gleich mehrere Belastungsfaktoren verdauen", kommentierte ein Experte. Neben der erneuten Eskalation im Nahen Osten und Ölpreisen von über 91 Dollar je Fass Brent sorgten auch die deutlich gestiegenen US-Langfristrenditen für Gegenwind. Neu sei dabei, dass eine konjunkturelle Abschwächung nicht mehr zwangsläufig sinkende langfristige Zinsen nach sich ziehe.
Defensive Schwergewichte stützen
Der SMI steht um 09.20 Uhr 0,03 Prozent höher bei 14'307,22 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex noch 0,6 Prozent eingebüsst. Der Mid-Cap-Index SMIM gibt derweil um 0,76 Prozent auf 3152,87 Punkte nach, und der breite SPI verliert 0,13 Prozent auf 20'154,89 Punkte.
Grösster Gewinner unter den Bluechips sind Roche (+1,1%). Auch Novartis (+0,3%) und Nestlé (+0,1%) stützen den Leitindex. Am anderen Ende geben ABB (-0,8%) am deutlichsten nach.
In der zweiten Reihe setzen SIG (+1,8%) zu einer leichten Erholung an. Am Vortag waren die Titel nach einem erneuten Chefwechsel um fast 18 Prozent eingebrochen. Deutlich schwächer zeigen sich dagegen Halbleiterwerte wie VAT (-2,2%) und AMS-Osram (-3,1%), die unter der schwachen Branchenstimmung leiden.
Berichtssaison sorgt für Bewegung
Für Impulse sorgt in den hinteren Reihen vor allem die laufende Berichtssaison. Das Biopharmaunternehmen Basilea (+7,4%) blickt auf ein starkes erstes Halbjahr zurück und hat nach den Zahlen die Ziele für das Gesamtjahr angehoben. Auch Medartis (+4,1%) und Skan (+5,7%) können mit ihren Halbjahreszahlen überzeugen. Phoenix Mecano (+1,2%) legen ebenfalls zu.
In die andere Richtung geht es für Huber+Suhner mit Abgaben von fast 11 Prozent. Vor allem die Margenentwicklung im ersten Semester blieb hinter den Erwartungen zurück. Zudem gehörten die Titel mit einem Plus von rund 40 Prozent seit Jahresbeginn zuletzt zu den stärksten Aktien am Markt. Auch PSP Swiss Property (-1,3%) geben trotz guter Halbjahreszahlen nach.
R&S (+1,6%) profitieren derweil von einer Hochstufung durch die ZKB. Zudem werden Ypsomed (+2,0%) von einer kräftigen Kurszielerhöhung durch Barclays gestützt.
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