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Markt und Börse   19.08.2026 18:15:16

Aktien Schweiz Schluss: Starke Schwergewichte stützen SMI

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch nach einigem Auf und Ab schliesslich klar im Plus geschlossen. Für deutliche Verwerfungen sorgte insbesondere am Nachmittag die Ankündigung des US-Finanzministeriums, dass die Käufe von länger laufenden US-Staatsanleihen deutlich ausgebaut werden sollen. Dies hat nicht zuletzt dem US-Dollar zugesetzt. Auch die Zinsen für US-Bonds gaben klar nach. Profitieren konnte auch der Bitcoin, der fast wieder auf 70'000 US-Dollar hochschoss und damit so hoch steht wie zuletzt Anfang Juni.

Am Abend steht noch das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung von Ende Juli im Fokus der Märkte. Hiervon erhoffen sich Marktteilnehmer einen näheren Ausschluss, wie falkenhaft die Fed-Mitglieder eingestellt sind, nachdem es bei der letzten Sitzung schon einige Stimmen für eine Leitzinserhöhung gab. Dies könnte die Erwartungen der Anleger wieder stärker in Richtung Leitzinserhöhungen drehen, nachdem die jüngsten US-Inflationsdaten eher auf gleichbleibende Zinsen hingedeutet hatten.

Defensive Werte stützen

Der SMI schloss 0,46 Prozent höher auf 14'386,58 Punkten. Zwischenzeitlich hatte er sogar kurz die Marke von 14'400 Punkten wieder übertroffen, konnte dieses Niveau nach den US-Ankündigungen aber nicht halten. Gewinner und Verlierer hielten sich im SMI in etwa die Waage.

Der Index der mittelgrossen Unternehmen SMIM fiel dagegen um 0,19 Prozent auf 3143,42 Punkte zurück. Der breite SPI stieg um 0,30 Prozent auf 20'223,03 Punkte.

Für Rückenwind im SMI sorgten vor allem die Pharmariesen Roche (+1,8%) und Novartis (+1,2%), die zum Handelsschluss noch klar anzogen. Etwas weniger deutlich ging es für Nestlé (+0,2%) aufwärts.

Geberit (+7,4%) konnten sich nach überzeugenden Quartalszahlen unangefochten an die SMI-Spitze setzen. Das Unternehmen hat die Analysten vor allem mit dem deutlichen organischen Wachstum überrascht. Im Windschatten zogen auch andere baunahe Werte wie Amrize (+0,9%) und Sika (+0,2%) an.

Die deutlichen Kursgewinne bei Lonza (+2,4%) erklären Händler mit Studiendaten des Kunden Moderna für eine Krebsimpfung. Die Moderna-Papiere verdoppelten sich im US-Handel in Folge der Ankündigung.

Wenig erfreulich entwickelten sich dagegen Straumann (-2,5%), wobei es zwischenzeitlich sogar noch viel deutlicher ins Minus ging. Zwar waren die vorgelegten Zahlen durchaus solide und fanden Anklang in der Analystengemeinde. Überschattet wurden sie jedoch durch den angekündigten Abgang des Langzeitchefs und Urgesteins Guillaume Daniellot. Ab 1. Dezember übernimmt der Schwede Christopher Norbye die Führung, der sich nun erst beweisen muss.

Technologiewerte unter Druck

Der Ausverkauf bei den US-Technologietiteln setzte sich auch am Mittwoch fort. Im Sog ging es auch für die heimischen Halbleiterwerte erneut klar abwärts. So fuhren VAT trotz eines Rating-Upgrades und einer deutlichen Kurszielerhöhung durch Jefferies ein Minus von 1,0 Prozent ein. Auch Comet, Inficon und AMS Osram gaben bis zu 5,0 Prozent nach.

Ebenso standen im Zuge der US-Ankündigungen Banken- und Versicherungswerte auf dem Verkaufszettel. So büssten Helvetia Baloise, Swiss Life, Zurich und Swiss Re zwischen 0,9 und 2,1 Prozent ein. Auch Julius Bär (-1,1%) und die UBS (-0,4%) schlossen klar tiefer. Einzig Partners Group (+1,3%) konnten sich gegen den Trend behaupten.

Viel Bewegung in den hinteren Reihen

Halbjahreszahlen sorgten in den hinteren Reihen für reichlich Bewegung. So zogen die Papiere der Liechtensteinischen Landesbank (+6,4%) und von Implenia (+6,3%) nach überzeugenden Zahlen deutlich an. Anfängliche klare Verluste konnten DocMorris (+3,8%) mehr als weg machen.

Unter Druck standen dagegen nach enttäuschend aufgenommenen Zahlen Emmi (-4,7%) und BKW (-2,4%). Der erneute Stellenabbau bei Burckhard Compression (-3,4%) sorgte ebenfalls für Abgaben.


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