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Markt und Börse   20.08.2026 08:45:15

Aktien Schweiz Vorbörse: SMI etwas höher erwartet

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte die Sitzung vom Donnerstag gemäss den vorbörslichen Notierungen mit leicht festerer Tendenz eröffnen. Händler sprechen von einer leichten Beruhigung nach der hohen Nervosität am Vortag. So hatte das US-Finanzministerium am Mittwoch angekündigt, Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen. Besonders deutlich sank daraufhin die Rendite von 30-jährigen Anleihen. Und auch der US-Dollar geriet unter Druck gegenüber Euro und Franken.

Der Anstieg der Renditen hatte den Investoren in den Tagen davor noch grosse Sorgen bereitet. Die Gründe sind vielfältig: Die Rede war von wieder gestiegenen Inflationssorgen, dem unberechenbaren Iran-Krieg mit weiter ansteigenden Ölpreisen, einer stark steigenden Staatsverschuldung in vielen Ländern und dem Kapitalbedarf grosser KI-Unternehmen.

In Asien präsentierten sich die Indizes in Japan und Südkorea am Morgen immerhin deutlich erholt. Wie sich das auf den SMI auswirkt, muss sich aber zeigen. Der hiesige Leitindex hatte in den letzten Tagen vor allem dank Avancen seiner Pharmaschwergewichte etwas zugelegt. Sollte die Nervosität sinken, könnte es dort zu Gewinnmitnahmen kommen, heisst es im Handel.

Der SMI steht im vorbörslichen Handel von Julius Bär 0,34 Prozent höher bei 14'435 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex dank der Pharmaschwergewichte ein knappes halbes Prozent zugelegt. Der SMIM der mittelgrossen Werte zieht vorbörslich um 0,21 Prozent an auf 3150 Punkte.

Wenig Unternehmensnews

Unternehmensnews von den grossen Firmen gibt es praktisch keine, entsprechend halten sich auch die Ausschläge der Einzeltitel im SMI in Grenzen. Positiv hervorsticht der Roche PS (+0,7%), der auch heute wieder gesucht scheint. Auf der negativen Seite sind Logitech (-0,2%) zu finden, was auf eine Kurszielsenkung durch JP Morgan zurückzuführen sein dürfte.

Bei den Nicht-SMI-Titeln könnten am Donnerstag einige weitere Unternehmen mit Halbjahreszahlen im Fokus stehen. Dazu gehören unter anderem die Immobiliengesellschaften Swiss Prime Site (-0,4%) und Zug Estates, die Waadtländer BCV oder der Industriekonzern Centiel, dessen Aktien seit wenigen Monaten an der SIX sind. Für die drei letztgenannten Titel gibt es keine vorbörslichen Kurse.

Auch einige Neueinstufungen durch Analysten könnten für Bewegung sorgen. So hat etwa die UBS den Daumen für Aryzta (-6,4%) gesenkt und das Rating auf 'Sell' von 'Buy' gesenkt, was bereits vorbörslich für viel Druck sorgt.


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