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Markt und Börse   20.08.2026 11:30:15

Aktien Schweiz: SMI mit leichter Abwärtstendenz

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstag eine Stunde vor Mittag weiterhin wenig verändert, die Tendenz im Leitindex SMI geht allerdings etwas abwärts. Händler sprechen insgesamt von einer leichten Beruhigung nach der hohen Nervosität am Vortag. Da hatte das US-Finanzministerium angekündigt, Rückkäufe langlaufender Anleihen stark zu erhöhen. Besonders deutlich sank daraufhin die Rendite von 30-jährigen Anleihen. Und auch der US-Dollar geriet gegenüber Euro und Franken unter Druck.

Wie lange die Beruhigung andauert, muss sich allerdings zeigen. "An den längerfristigen strukturellen Trends ändert dies wenig: Die Anleihen-Rückkäufe in den USA reduzieren weder die Staatsverschuldung noch das Defizit", sagte ein Händler. Anleger könnten jedenfalls den Eindruck gewinnen, Washington versuche, die langfristigen Finanzierungskosten technisch zu drücken, statt die Staatsfinanzen zu sanieren. Das US-Finanzministerium hatte erst grad bekanntgegeben, dass die gesamten US-Schulden erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten hätten.

Weiter eine Belastung für die Finanzmärkte sind auch die Ölpreise. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent steht auch heute wieder im Aufwind mit +2 Prozent auf knapp 94 Dollar. Die Marke von 100 Dollar, die letztmals gegen Ende Juli überschritten wurde, rückt also wieder näher. Und damit steigen auch die Befürchtungen einer wieder anziehenden Inflation, wie es im Handel heisst.

Der SMI steht um 11 Uhr 0,10 Prozent tiefer bei 14'371,64 Punkten. Bei den 20 Einzeltiteln gibt es zur Berichtszeit 12 Verlierer, sieben Gewinner und einen unveränderten Titel (Swisscom). Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt minimale 0,01 Prozent auf 3143,80 Punkte und der breite SPI büsst 0,10 Prozent auf 20'203,46 Punkte ein.

Wenig Unternehmensnews

Unternehmensnews bei den SMI-Firmen gibt es praktisch keine, entsprechend halten sich auch die Ausschläge der Einzeltitel dort in Grenzen. Klar gesucht sind etwa erneut Geberit (+1,1%). Die Titel des Sanitärtechnikers waren bereits am Vortag nach gut aufgenommenen Halbjahreszahlen über 7 Prozent vorgerückt.

Die Kursveränderungen seien allerdings zum Teil auch etwas zufällig. Bei den grössten Gewinnern sind etwa noch Givaudan (+1,1%) oder Amrize (+0,5%) und Holcim (+0,4%). Und auch Gesundheitstitel wie Roche (+0,4%), Novartis (+0,1%) oder Lonza (+0,3%) legen zu. Letztere hatten am Vortag nach positiven Moderna-News schon klar gewonnen.

Auf der negativen Seite stechen Logitech (-2,6%) hervor, was auf eine Kurszielsenkung durch JP Morgan zurückzuführen sein dürfte. Die Analysten des US-Hauses sprachen von einem eher schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Verluste von gegen 2 Prozent gibt es ausserdem für Swiss Re und Sika.

Bei den Nicht-SMI-Titeln stehen am Donnerstag einige weitere Unternehmen mit Halbjahreszahlen im Fokus. Dazu gehören unter anderem die Immobiliengesellschaften Swiss Prime Site (+1,1%) und Zug Estates (unver.), die Waadtländer BCV (-2,8%) oder der Industriekonzern Centiel (+12,8%).

Centiel kamen erst vor kurzem an die Börse und sind seither ein Top-Performer am Schweizer Aktienmarkt. Auch Valartis (+15,9%) können sich nach News zum erwarteten Halbjahresergebnis positiv in Szene setzen. DocMorris (+2,8%) profitiert derweil weiter von den am Vortag präsentierten Zahlen, die einen möglichen Break-even näher erscheinen lassen.

Auch Neueinstufungen durch Analysten sorgen für Bewegung. So hat etwa die UBS den Daumen für Aryzta (-4,6%) gesenkt und das Rating auf 'Sell' von 'Buy' herabgestuft. Und bei Huber+Suhner (-2,4%) hat Berenberg das Kursziel gesenkt. Sonova (+0,9%) profitieren von einer Kurszielerhöhung durch die UBS. Er sei mit Blick auf die Endmärkte weiterhin zuversichtlich für den Hörgeräte-Hersteller, meinte der zuständige Experte.


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