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Markt und Börse   02.09.2026 18:16:44

Aktien Schweiz Schluss: SMI nach volatilem Verlauf im Plus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt schloss zur Wochenmitte leicht freundlich. Der Leitindex SMI profitierte dabei von seiner defensiven Ausrichtung. Am Markt gingen weiterhin Inflations- und Zinsängste um, allerdings trübten sich die Sorgen mit den US-Daten am Nachmittag etwas ein.

Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist im August weniger stark gestiegen als erwartet. Der sich weiter abkühlende Jobmarkt gebe der Notenbank Fed Zeit, abzuwarten und vielleicht doch nicht bereits in zwei Wochen die Zinsen zu erhöhen, kommentierte ein Marktbeobachter. Zudem sprach Fed-Mitglied John Williams in einem CNBC-Interview von "ermutigenden Inflationsdaten".

In den nächsten zwei Wochen entscheidet auch die EZB über ihre Leitzinsen. Bei beiden Notenbanken erwartet die Mehrheit der Börsianer eine Erhöhung. Nun richtet sich der Blick auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. "Sollten dann steigende Löhne mit einer sinkenden Beschäftigung zusammentreffen, geht das Stagflationsgespenst wieder auf dem Parkett um", so ein Händler. Interessieren dürfte zunächst auch der Fed-Konjunkturbericht, das Beige Book.

SMI von Schwergewichten gestützt

Der SMI schloss um 0,20 Prozent höher auf 14'362,97 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 14'253 und 14'382 Punkten. Der breite SPI stieg um 0,17 Prozent auf 20'183,85 Punkte, während der Mid-Cap-Index SMIM unverändert auf 3095,55 schloss.

Andere europäische Indizes wie der deutsche DAX und der französische CAC-40 schlossen derweil tiefer. Damit erwies sich die defensive Ausrichtung der Schweizer Indizes als Vorteil. Die US-Börsen notierten am Abend fester, nachdem sie zuletzt von steigenden Anleihenrenditen und Zinsängsten belastet worden waren.

Zu den grössten Gewinnern im SMI gehörten die defensiven Swisscom (+1,1%). Auch UBS (+1,1%) waren nach der Zurückhaltung vom Vortag wieder gesucht. Bei der Grossbank stehen weiterhin die geplanten neuen Kapitalvorgaben im Fokus.

Gestützt wurde der SMI zudem von den defensiven Schwergewichten. Der Pharmariese Roche (+0,5%) gab eine Kooperation mit einem US-Biotechunternehmen bekannt, während Novartis (+0,3%) eine Lizenzvereinbarung sowie einen Stellenabbau in der Schweiz ankündigte. Auch weitere Branchenvertreter wie Alcon (+1,8%) und Lonza (+1,0%) waren gefragt.

Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,2%) drehte nach einem volatilen Verlauf ebenfalls ins Plus. Der Nahrungsmittelmulti gab die Trennung von seinem Mainstream-Vitamingeschäft bekannt. Der Konzern schliesse damit ein "schmerzhaftes Kapitel der Wertvernichtung" ab, kommentierten Analysten.

Verkauft wurden hingegen Zykliker wie Holcim (-1,4%), Amrize (-1,3%) und Sika (-1,1%). Bei Amrize gab es zudem eine Abstufung durch die Bank of America auf "Underperform" und von JPMorgan auf "Neutral". Für Partners Group (-1,0%) ging es einen Tag nach den Zahlen weiter abwärts.

Tech-Werte stark

Auffallend stark waren Tech-Werte wie VAT (+4,0%), Comet (+3,4%) oder Inficon (+1,8%). Händler verwiesen auf eine Studie der UBS mit Kurszielerhöhungen für alle drei Titel sowie starke Dell-Zahlen. Auch in New York erholten sich die KI- und Techaktien.

Im breiten Markt sprangen ausserdem Bioversys (+13,3%) hoch. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Basler Biotechunternehmen den sogenannten Fast-Track-Status für sein Antibiotikum BV100 erteilt.

Perrot Duval (+6,7%) reagierten positiv auf News zum geplanten Reverse-Takeover mit dem Cloud- und IT-Dienstleister Infomaniak. Die Titel der Vaudoise Versicherung (+1,6%) stiegen nach positiven Zahlen.

Montana Aerospace (-1,9%) verloren hingegen. Der Zulieferer für die Luft- und Raumfahrtindustrie baut seine Geschäftsleitung nach dem überraschenden CEO-Rücktritt im April um.


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