News story
Markt und Börse   03.09.2026 11:30:22

Aktien Schweiz: SMI muss überraschend hohe Inflation verdauen

Zürich (awp) - Der SMI muss am Donnerstag die überraschend hoch ausgefallene Inflation im August verdauen. Unterstützung kam von den Vorgaben aus Übersee und Asien sowie stabilisierten Ölpreisen. "Allein die Tatsache, dass neue Nachrichten aus dem Nahen Osten ausbleiben und der Ölpreis nicht erneut die Marke von 100 US-Dollar ins Visier nimmt, hilft bei der Stabilisierung", kommentierte ein Händler. Derweil müsse sich die SNB mit der überraschend hohen Teuerung zumindest ihre Gedanken machen, heisst es von Experten.

Nach relativ soliden Einkaufsmanagerindizes mit nur einer leichten Stimmungseintrübung in Europa richtet sich nun der Blick auf die USA. Auch dort stehen passende Stimmungsindikatoren auf der Agenda und mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe der letzte Hinweis auf die für den morgigen Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten. Sie dürften den Märkten weitere Impulse verleihen mit Blick auf die Zinssitzung der US-Notenbank Fed in knapp zwei Wochen.

SMI hauchdünn im Minus

Der SMI steht gegen 10.50 Uhr mit 0,02 Prozent auf 14'359,91 Punkte hauchdünn im Minus. Eine ganz klare Richtung hat der Leitindex bislang aber noch nicht gefunden. Derweil legt der Mid-Cap-Index SMIM mit plus 0,24 Prozent auf 3103,12 Zähler zu, während der SPI leicht um 0,05 Prozent auf 20'194,89 Punkte steigt.

Spitzenreiter sind ohne Nachrichten Logitech (+2,6%). Die Titel versuchen sich bereits seit ein paar Tagen an einer Erholung. Dicht dahinter liegen Givaudan (+1,5%) nach einer positiven Studie der Deutschen Bank im Anschluss an den Investorentag des Aromen- und Riechstoffherstellers.

Mit Partners Group (+2,0%) und Amrize (+1,2%) versuchen auch einige Verlierer der Vortage zumindest eine Stabilisierung. Zur Aktie des Vermögensverwalters äusserten sich im Nachgang an die schwach aufgenommenen Zahlen einige Analysten.

Am Indexende rangieren derweil Richemont (-2,4%). Händler verweisen auf eine allgemeine europaweite Schwäche im Luxusgütersektor. Auch Konkurrent Swatch (-1,6%) liegen auf den hinteren Rängen.

Schwergewichte uneinheitlich

Von den Schwergewichten geht am heutigen Handelstag keine klare Tendenz aus. So verlieren Nestlé (-0,8%) weiter an Boden. Novartis (-0,1%), die am Dienstag dank positiver Studiendaten kräftig zugelegt hatten, verteidigen immerhin diese Gewinne. Roche (+0,8%) erholen sich etwas. Der Pharmakonzern hat mit der chinesischen Simcere Pharmaceutical eine Lizenzvereinbarung über die Entwicklung eines trispezifischen Antikörpers geschlossen.

In der zweiten Reihe gab es wenig Nachrichten. Für Romande Energie (+2,1%) geht es dank einer deutlichen Steigerung des Halbjahresgewinns nach oben. Hingegen reagieren Bossard (unv.) nicht auf die Ernennung eines neuen CFO ab März 2027.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A