Aktien Schweiz Schluss: Etwas fester
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat einen insgesamt wenig bewegten Handelstag mit moderaten Gewinnen abgeschlossen. Stützend wirkten laut Börsianern die wieder leicht gesunkenen Marktzinsen. Für Zuversicht sorgten Aussagen von Christopher Waller, Mitglied des Gouverneursrats der US-Notenbank. Dieser zeigte sich optimistisch, dass der Preisdruck Anzeichen einer Entspannung zeigt. Er zeigte sich bereit, ein Beibehalten der Leitzinsen zu unterstützen.
Auf der anderen Seite dämpfen jedoch weiter gestiegene Ölpreise die Kauflust der Anleger. Sie blicken daher weiter in den Nahen Osten. Den Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass die jüngsten Angriffe auf den Iran nur von kurzer Dauer seien, stehen neue iranische Angriffe auf den Kuwait gegenüber. Zudem richtet sich der Fokus an der Börse zunehmend auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten.
Hierzulande hatten die Börsianer zudem eine überraschend hoch ausgefallene Schweizer August-Inflation zu verdauen. Die Schweizerische Nationalbank müsse sich angesichts der anziehenden Teuerung zumindest ihre Gedanken machen, hiess es von Experten.
SMI von Nestlé gebremst
Der SMI schloss am Donnerstag um 0,22 Prozent höher auf 14'394,77 Punkten. Der breite SPI stieg um 0,20 Prozent auf 20'224,00 und der Mid-Cap-Index SMIM um 0,07 Prozent auf 3097,83 Punkte.
Verschiedene Konsumwerte standen unter Druck. Richemont etwa büssten deutliche 3,1 Prozent ein. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Victoria's Secret, was die ganze Branche belastet habe. Der Sektor für Luxusgüter galt lange als resistent gegen konjunkturelle Sorgen. Mit den steten Preiserhöhungen der Produzenten scheine der Bogen aber überspannt worden zu sein, hiess es.
Das Schwergewicht Nestlé büsste 1,0 Prozent ein und für Lindt&Sprüngli ging es um 1,3 Prozent nach unten. Im Sektor Medtech standen Alcon (-2,3%), Sonova (-0,3%) und Straumann (-1,4%) unter Druck.
Besser sah es bei Pharmavaloren aus. Allen voran Roche legten um 2,1 Prozent zu. Eine Erfolgsmeldung des Mitbewerbers Novartis (unverändert) hatte die Valoren zuletzt belastet. Auch Sandoz verteuerten sich im Vorfeld eines Investorentages um 2,2 Prozent.
Die Versicherer wurden ebenfalls gekauft: Swiss Life, Zurich Insurance, Helvetia Baloise und Swiss Re legten zwischen 1,0 und 2,0 Prozent zu. Spitzenreiter waren ohne Nachrichten Logitech (+3,3%). Die Titel versuchen sich bereits seit ein paar Tagen an einer Erholung.
Partners Group stabilisiert
Mit Partners Group (+1,9% auf 685,40 Fr.) und Amrize (+0,4%) versuchten sich auch einige Verlierer der Vortage an einer Stabilisierung. Zur Aktie des Vermögensverwalters äusserten sich im Nachgang an die schwach aufgenommenen Zahlen einige Analysten. So hatte Morgan Stanley die Bewertung mit dem Votum "Equal Weight" wieder aufgenommen und nennt mit 775 Franken ein Kursziel, das klar über dem aktuellen Niveau liegt.
In der zweiten Reihe gab es wenig Nachrichten. Für Romande Energie (+3,4%) ging es dank einer deutlichen Steigerung des Halbjahresgewinns nach oben. In diesem Umfeld hatten auch Analystenvoten das Potential, Kurse zu bewegen.
So hat Julius Bär das Kursziel für Accelleron (+2,5% auf 75,80 Fr.) um drei auf 83 Franken angehoben. Für Dormakaba (+1,3%) gab es von den "Bären" ebenfalls ein leicht höheres Kursziel.
Zum gleichen Thema
| MARKT UND BÖRSE | 03.09.2026 18:25:13 | Aktien Europa Schluss: EuroStoxx legt wieder zu - Rückenwind aus den USA |