Aktien Schweiz Vorbörse: Deutlich leichter - Abgaben bei Novartis belasten
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steuert gemäss den vorbörslichen Indikationen auf einen deutlich leichteren Start in die neue Woche zu. Davor hatten die US-Börsen am Freitag ebenfalls leichter geschlossen, nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten für August überraschend stark ausgefallen waren. Das gab Zinserhöhungssorgen neue Nahrung und trieb vor allem am kurzen Ende des Anleihemarkts die Renditen nach oben. Händler rechnen am Montag insgesamt mit einem dünnen Handel, fehlen doch die US-Händler feiertagsbedingt.
In der Schweiz stehen insbesondere die Novartis-Valoren im Fokus. Die Papiere des Pharmakonzerns geraten unter Druck, nachdem ein Test mit einem Medikament der nächsten Generation zur Schlaganfallprävention gescheitert ist. Die Lage am Ölmarkt bleibt derweil durch den wieder hochgekochten Iran-Krieg angespannt. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent hält sich auf dem höchsten Niveau seit Juni.
Die Bank Julius Bär berechnet den Swiss Market Index gegen 08.10 Uhr um 0,81 Prozent tiefer bei 14'280 Punkten. Die Abschläge im SMI bewegen sich mehrheitlich im Rahmen zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.
Novartis reissen mit einem vorbörslichen Minus von 4,2 Prozent aus. Das experimentelle Medikament Pelacarsen sollte beweisen, dass die Senkung einer bestimmten Form von Cholesterin auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Das ist nicht gelungen. Am Freitag waren bereits die Papiere von Amgen unter Druck geraten. Der US-Mitbewerber hat ein ähnliches Präparat in der Erforschung.
Sandoz (-0,2%) tendieren vorbörslich mit dem Markt. Der Generikahersteller hält am (morgigen) Dienstag einen Investorentag ab. Es wird erwartet, dass die Basler bei den Mittelfristzielen die Messlatte hochlegt.
Schindler notieren 2,7 Prozent tiefer. Händlern zufolge hat Goldman Sachs das Rating für den Rolltreppen- und Lifthersteller auf "Sell" gesenkt.
Im breiten Markt könnte sich im regulären Handel ein Blick auf R&S lohnen. Der Trafohersteller hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits wieder von Konzernchef Eduardo Terzi getrennt. Als Grund wurden unterschiedliche Ansichten zum Führungsmodell und zur Organisationsstruktur genannt.
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