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Markt und Börse   08.09.2026 09:32:11

Aktien Schweiz Eröffnung: Novartis zieht SMI erneut nach unten

Zürich (awp) - Der SMI ist am Dienstag mit deutlich leichteren Notierungen in den regulären Handel gestartet. Belastet wird der Leitindex wie bereits am Vortag vor allem von Novartis nach einem weiteren Forschungsrückschlag. In den hinteren Reihen sorgen derweil mehrere Kapitalmarkttage, Unternehmensmeldungen und Kurszieländerungen für Bewegung.

Die Spannungen rund um die Strasse von Hormus halten derweil an. Hoffnungen auf einen möglichen Korridor für Tanker stehen weiterhin militärischen Risiken gegenüber. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent hält sich mit fast 99 US-Dollar pro Fass auf dem höchsten Niveau seit Mitte Juli und knapp unter der Marke von 100 Dollar.

"Der Markt bleibt derzeit stark von Ölpreis und Zinsen getrieben", sagt ein Händler. Solange sich die Lage im Nahen Osten nicht beruhige und die Energiepreise hoch blieben, dürfte die Risikobereitschaft begrenzt bleiben. Gleichzeitig sorgten die anstehenden Zinsentscheide der grossen Notenbanken für zusätzliche Zurückhaltung.

SMI deutlich tiefer

Der SMI sinkt im frühen Handel deutlich und notiert gegen 09.15 Uhr um 1,27 Prozent tiefer bei 14'097,73 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM hält sich dagegen mit +0,87 Prozent auf 3089,08 Zähler klar besser, während der SPI 0,9 Prozent auf 19'886,46 Punkte verliert.

Vorgaben aus den USA fehlen nach dem Feiertag vom Montag. Die asiatischen Börsen tendierten am Dienstag überwiegend leichter, belastet von höheren Ölpreisen, Zinssorgen und einem stärkeren Yen. Auch die übrigen europäischen Aktienmärkte starten mit Verlusten, wenn auch weniger ausgeprägt als der SMI.

Wie schon am Vortag wird der Leitindex vor allem vom Pharmaschwergewicht Novartis (-9,8%) nach unten gezogen. Der Produktkandidat Del-desiran zur Behandlung einer seltenen Muskelerkrankung hat in einer Phase-III-Studie den primären Endpunkt verfehlt. Vontobel spricht in einem ersten Kommentar von einem deutlichen Rückschlag für die Pipeline. Bereits am Vortag hatten enttäuschende Studiendaten zu Pelacarsen die Novartis-Aktie um 3,2 Prozent belastet.

Als Stützen für den SMI erweisen sich derweil die Schwergewichte Nestlé (+2,0%) und Roche PS (+0,6%). Insgesamt sind die Gewinner im SMI mit 11 gegenüber 9 Verlierern sogar knapp in der Überzahl, was den starken Einfluss des Novartis-Rückgangs auf den Gesamtindex unterstreicht.

Bewegung in den hinteren Reihen

Im breiten Markt stehen unter anderem mehrere Kapitalmarkttage im Fokus. Sandoz (+4,2%) hat neue Wachstumsziele bis 2030 vorgestellt und will den Ausbau des Biosimilar-Geschäfts weiter vorantreiben.

Auch Oerlikon (+0,8%) hat neue Mittelfristziele präsentiert. UBS wertet diese in einem Kommentar leicht positiv. Die Vorgaben von mehr als 2 Milliarden Franken Umsatz und einer bereinigten EBITDA-Marge von über 20 Prozent bis 2030 lägen etwas über den Markterwartungen, erschienen aber realistisch.

Deutlich zulegen können zudem Ascom (+8,7%) nach einem Grossauftrag aus Norwegen. Der Auftrag hat über sieben Jahre ein Volumen von rund 80 Millionen Franken. Die ZKB spricht von einem "grossen Erfolg" für das Unternehmen.

Unter den weiteren Gewinnern finden sich SFS (+1,5%), SoftwareOne (+3,5%) sowie Galderma (+2,3%) und Bachem (+1,5%), die von positiven Analystenkommentaren beziehungsweise Kurszielerhöhungen profitieren.


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