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Markt und Börse   08.09.2026 18:15:15

Aktien Schweiz Schluss: Novartis brechen ein und belasten SMI erneut

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag erneut vom Schwergewicht Novartis ausgebremst worden. Nachdem der Basler Pharmakonzern zum zweiten Mal innert weniger Tage einen Rückschlag in einer klinischen Studie vermelden musste, ging es mit der Aktie bergab. Dabei zog Novartis den Leitindex SMI unter die Marke von 14'100 Punkten, wo er zuletzt Ende Juni gestanden war.

Eine Belastung für die weltweiten Finanzmärkte blieben indes die nicht nachlassenden Spannungen im Nahen Osten. Zu den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA gesellten sich News zu Angriffen der pro-iranischen Huthi-Miliz auf den wichtigen Erdöllieferanten Saudi-Arabien. Zugleich warten die Händler weiterhin auf ein Abkommen zwischen dem Iran und dem Oman zur Sicherung der Strasse von Hormus.

Das gab dem Öl weiteren Auftrieb und liess den Brent-Preis nahe an die 100-Dollar-Marke steigen. Die hohen Energiepreise geben auch den Notenbanken Anlass zur Sorge. Während an der Fed-Sitzung von kommender Woche eine Zinserhöhung wahrscheinlicher wird, dürfte die EZB bereits diesen Donnerstag aktiv werden. Für die Börse mitentscheidend werden dann Hinweise auf die künftige Geldpolitik der EZB sein.

AKTIEN: SMI bleibt im Novartis-Strudel gefangen

Der SMI schloss den Handel 1,55 Prozent tiefer bei 14'057,61 Punkten ab. Der Index der mittelgrossen Werte SMIM, also ohne Novartis, gewann 0,79 Prozent auf 3086,58 Zähler, während der breite SPI 1,09 Prozent auf 19'848,24 Punkte verlor. Wichtige europäische Märkte traten derweil mehr oder weniger auf der Stelle und die Wall Street startete nach der feiertagsbedingten Pause mit roten Vorzeichen in die Börsenwoche.

Der grösste Bremsklotz am Bein des SMI waren wie am Montag die Novartis-Valoren, die mit knapp 11 Prozent auf 111,80 Franken abrutschten. Gemessen an der Marktkapitalisierung resultierte so der grösste Tagesverlust in der Börsengeschichte von Novartis.

Nachdem der Konzern über das Wochenende bereits enttäuschende Studiendaten zu der Herz-Kreislauf-Behandlung Pelacarsen melden musste, folgte am Dienstag der nächste Schlag. Der Produktkandidat Del-desiran gegen eine seltene Muskelerkrankung verfehlte in einer Phase-III-Studie den primären Endpunkt ebenfalls. Dabei hätten beide Mittel das mittelfristige Wachstum absichern sollen, wie ein Anaylst sagte.

Deutliche Abgaben verbüssten auch die Titel des Branchennachbars Roche (-0,9%), während Amrize (-2,6%), Alcon (-2,0%) und Swiss Re (-1,6%) im SMI nach Novartis die grössten Abgaben hinnehmen mussten. Dort standen sich am Ende 12 Verlierer und 8 Gewinner gegenüber.

Nestlé als Stütze

Dem Leitindex waren die Papiere des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+2,1%) eine willkommene Stütze. Finanzchefin Anna Manz sprach an einer Investorenkonferenz von einer weitgehend stabilen Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte, dies trotz höherer Energie- und Treibstoffkosten. Zu den grössten SMI-Gewinnern zählten auch ABB (+2,5%) und Swisscom (+2,4%).

Im breiteren Markt verloren Sandoz (-0,1%) leicht an Wert, während Oerlikon (+2,1%) zulegten. Beide Firmen präsentierten an ihren Kapitalmarkttagen ihre Wachstumspläne, die zur Verbesserung der Profitabilität führen sollen. Dabei will Sandoz den Ausbau des Biosimilar-Geschäfts weiter vorantreiben.

Stark nach oben ging es bei Ascom (+5,1%) dank dem Gewinn eines Grossauftrags in Norwegen. SoftwareOne rückten im Zuge einer markanten Kurszielerhöhung um 3,4 Prozent vor. Zudem profitierten Galderma (+2,8%) und Gurit (+3,2%) von positiven Analystenkommentaren.

Newron gelang es indes, eine angekündigte Finanzierung durchzuführen, was zu einem Kursplus von 3,2 Prozent führte. Auf der Gegenseite gaben Burkhalter (-8,1%) die Kursgewinne vom Vortag mehr als wieder ab.


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