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Markt und Börse   09.09.2026 08:45:13

Aktien Schweiz Vorbörse: Erneut tiefer - Novartis stabilisieren sich

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Mittwoch erneut schwächer in den Handel starten. Belastend wirken die negativen Vorgaben von den US-Börsen sowie die anhaltend hohen Ölpreise, die den Risikoappetit dämpfen. Mangels bedeutender Unternehmensnachrichten dürften erneut die Novartis-Aktien im Fokus stehen, nachdem sie am Vortag stark unter Druck geraten waren.

Der Preis für ein Fass Brent nähert sich weiter der Marke von 100 Dollar und damit dem höchsten Stand seit Juli. Neue Angriffe im Umfeld des Iran sowie auf saudische Energieanlagen haben die Sorgen vor kurzfristigen Lieferausfällen zuletzt wieder verschärft. Zugleich schrumpften die globalen Reserven, während steigende chinesische Ölimporte den Preisdruck zusätzlich erhöhen könnten, schreibt Swissquote in einem Kommentar.

Die hohen Energiepreise schüren wiederum die Inflationssorgen im Vorfeld der anstehenden Notenbankentscheide. Von der EZB wird am Donnerstag allgemein eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent erwartet. Entscheidend dürfte vor allem sein, ob die Währungshüter für die Zeit danach eine Pause signalisieren oder weitere Straffungsschritte offenlassen, wie es am Markt heisst. In den USA wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung des Fed in der kommenden Woche inzwischen auf mehr als 60 Prozent geschätzt.

Novartis weiter im Fokus

Die Bank Julius Bär berechnet den Swiss Market Index gegen 08.10 Uhr um 0,37 Prozent tiefer bei 14'005 Punkten. Auch der breite SMIM gibt vorbörslich um 0,34 Prozent auf 3076 Punkte nach.

Im Fokus stehen erneut Novartis (+0,1%), die vorbörslich als einziger SMI-Titel leicht zulegen. Am Vortag waren die Aktien nach Rückschlägen in klinischen Studien noch um rund 11 Prozent eingebrochen. Die Deutsche Bank hat die Titel inzwischen auf "Hold" von "Buy" zurückgestuft.

Bei den Bauwerten sorgt eine Branchenstudie von JPMorgan für Impulse. Holcim (-0,3%) und Sika (-0,5%) zählen laut Händlern zu den Favoriten. Amrize (-1,2%) wurde dagegen auf die "Negative Catalyst Watch"-Liste gesetzt und trägt vorbörslich die rote Laterne unter den Blue Chips.

In den hinteren Reihen fallen DocMorris (-3,5%) negativ auf. Die Versandapotheke will eine neue Wandelanleihe über rund 100 Millionen Franken begeben. Gegen den Trend leicht im Plus liegen Bachem (+0,7%) und Barry Callebaut (+0,6%).


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