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Markt und Börse   11.09.2026 08:45:18

Aktien Schweiz Vorbörse: Stabilisierungsversuch vor US-Inflationsdaten

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt versucht am Freitag seine seit Tagen gedrückte Stimmung trotz negativer Vorgaben von der Wall Street und aus Asien abzuschütteln. Allerdings dürften weiter steigende Ölpreise - Brent erreichte in der Nacht fast die Marke von 110 Dollar - es dem SMI nicht leicht machen, denn sie schüren Inflations- und damit Zinssorgen. Nachdem die EZB ihre Zinsen am Vortag erhöht und auch die Inflationsprognosen angehoben hat, steht nun als nächstes die US-Notenbankentscheidung an. Mittlerweile gehen laut CME Fed Watch Tool über 70 Prozent der Marktteilnehmer auch in den USA von steigenden Zinsen aus.

Den letzten Hinweis auf eine mögliche Leitzinserhöhung durch Fed-Chef Kevin Warsh wird es nun am Nachmittag geben. Die Daten zur US-Inflation für August stehen auf der Agenda. "Die heutigen Preisdaten dürften einer der letzten in einer Reihe von Datenpunkte sein, die allesamt auf eine gewisse Erhitzung der Inflation deuten - und darin ist wohlgemerkt der jüngste Anstieg der Energiepreise noch nicht zu sehen", erklärte eine Händlerin am Morgen. Sollte die US-Notenbank in diesem Umfeld erneut keine Erhöhung der Leitzinsen beschliessen, würden wieder verstärkt Fragen zu ihrer Unabhängigkeit vom Weissen Haus aufkommen. Zudem seien auch die Anleiherenditen weiter auf dem Weg nach oben.

SMI nach vier Verlusttagen stabil erwartet

Der SMI wird gegen 08.10 Uhr im vorbörslichen Handel von Julius Bär mit plus 0,11 Prozent auf 13'755 Punkte minimal höher gestellt. Das wäre die erste Stabilisierung nach vier teils klaren Verlusttagen in Folge.

In den Blick rücken die Versicherer. Laut der "Financial Times" sind die Zurich (+0,1%) als auch die deutsche Allianz über ihre Handels-Kreditversicherung mit dem angeschlagenen Eisenerzhändler Radiant World verbunden. Zurich soll unter anderem Forderungsausfälle gegenüber dem Rohstoffkonzern Glencore versichert haben. Die entsprechende Deckung belaufe sich auf einen Betrag im zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich.

Tech- und insbesondere Softwarehersteller könnten von starken Oracle-Zahlen am Vorabend gestützt werden. So konnte der US-Konzern seine Umsätze mit Cloud-Infrastruktur mehr als verdoppeln, die Aktie legte nachbörslich stark zu.

Derweil zeigt sich UBS-Chef Sergio Ermotti (Aktie +0,1%) in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender "CNBC" zuversichtlich, dass die Aktionäre als auch Kunden von der Integration der CS profitieren werden.

Für Ypsomed (-1,9%) könnte es abwärts gehen. Die UBS hat das Rating für das Medizinaltechnik-Unternehmen auf "Neutral" von "Buy" zurückgenommen. Ein schwächeres Abschneiden des Abnehmmittels von Novo Nordisk dürfte mittelfristig auch die Nachfrage nach den von Ypsomed gelieferten Injektionssystemen belasten.

Der Flughafen Zürich (+0,1%) setzte unterdessen seinen Wachstumstrend im August fort und berichtete über steigende Passagierzahlen.


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