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Markt und Börse   15.09.2026 18:15:14

Aktien Schweiz Schluss: Verluste - US-Zinsentscheid wirft Schatten voraus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag tiefer geschlossen. Die gestiegenen Ölpreise und Marktrenditen in Verbindung mit Zweifeln an der Sicherheit von KI-Modellen bremsen die Börsen rund um den Globus. Immerhin schlossen die hiesigen Dividendenpapiere über ihren Tagestiefs. Denn die von den Marktteilnehmern besonders stark beachtete US-Zehnjahresrendite ist zuletzt etwas zurückgekommen.

Gleichzeitig zieht die Zinsentscheidung der US-Notenbank vom Mittwochabend die Anleger bereits in ihren Bann, hiess es im Markt zur Kaufzurückhaltung. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte scheint gemäss Marktstrategen gesetzt, wichtig werde die anschliessende Pressekonferenz. Auf dieser werde sich zeigen, wie entschlossen die US-Notenbanker sind, gehen die Inflation vorzugehen.

Banken unter Druck

Der Schweizer Leitindex SMI sank um 0,50 Prozent auf 13'808,87 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM gab um 0,33 Prozent auf 3007,21 und der breite SPI um 0,43 Prozent auf 19'455,24 Zähler nach.

Die Aktien von Banken und Finanzwerten standen am Berichtstag unter Druck. Hierzulande trugen die Valoren der UBS mit einem Minus von 3,4 Prozent die rote Laterne unter den Bluechips. Auch Julius Bär (-2,3%) gaben überdurchschnittlich nach.

Belastend wirkten schwache Vorgaben aus den USA, wo mehrere grosse Investmentbanken am Vorabend deutlich verloren hatten. Für Ernüchterung sorgten Aussagen des Bank-of-America-Chefs Brian Moynihan. Er stellte für das dritte Quartal im Handelsgeschäft lediglich Erträge auf Vorjahresniveau in Aussicht und dämpfte damit Hoffnungen auf eine Fortsetzung der starken Entwicklung aus dem ersten Halbjahr.

Partners Group büssten ebenfalls deutliche 2,6 Prozent ein. Händler verwiesen auf die hohen Dollar-Zinsen und eine einschneidende Kurszielreduktion durch Octavian. Aus demselben Grund wie die anderen Banken sanken EFG um 1,9 Prozent und Temenos als Zulieferer der Banken um 5,2 Prozent.

Deutlich tiefer schlossen auch die Schwergewichte Nestlé (-1,7%) und Roche (-0,2%). Anders als noch am Vortag konnten sie dem Leitindex damit keine Stütze geben. Die Papiere von Novartis (-0,1%) hielten sich etwas besser.

Mit Swatch ging es um 1,1 Prozent nach unten und mit Richemont um 1,9 Prozent. Marktteilnehmen sprachen von einer allgemeinen Schwäche bei europäischen Luxusgüteraktien im Zuge enttäuschender Zahlen aus China zur dortigen Binnennachfrage.

Deutlich im Plus hielten sich die defensiven Swisscom (+2,1%) sowie die Versicherer Zurich und Swiss Re (je +1,1%). Letztere hätten von Umschichtungen innerhalb des Finanzsektors profitiert. Zudem hatte der französische Versicherer AXA zuletzt weiteres nachhaltiges Gewinnwachstum für die Branche in Aussicht gestellt und damit signalisiert, dass der Gewinnhöhepunkt noch nicht erreicht sein dürfte.

Bei den zuletzt abgestraften Technologieaktien kamen nur ABB (+1,6%) in den Genuss einer Gegenbewegung. Papiere wie Ams Osram (-2,3%) oder Comet (-0,8%) wurden erneut verkauft.

Bewegung im breiten Markt

Im breiten Markt gaben Medacta (-4,2%) nach der Aufnahme der Abdeckung durch die Deutsche Bank mit der Einstufung "Hold" nach. In der Studie wurde darauf verwiesen, dass die sehr hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre auf Dauer kaum zu halten seien.

Ebenfalls deutlich im Minus lagen SMG (-2,9%) nach Verschiebungen im Aktionariat. Die Mobiliar hat ihre Beteiligung deutlich reduziert, während die TX Group (+0,1%) ihren Anteil im Zuge der Transaktion erhöht hat.

Gegen den Trend gefragt waren DocMorris (+2,7%), nachdem sich der bekannte Immobilien-Investor Beat Frischknecht mit gut 3 Prozent eingekauft hat.


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