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Markt und Börse   16.09.2026 08:45:11

Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum Bewegung vor Fed-Entscheid erwartet

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt deuten die vorbörslichen Indikationen am Mittwoch eine wenig veränderte Eröffnung an. Grössere Ausschläge dürften im Tagesverlauf eher nicht zu erwarten sein, sind sich Händler einig. Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am heutigen Mittwochabend nach Börsenschluss dürften sich Investoren nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Vorgaben von Wall Street und aus Asien sprechen ebenfalls für eine abwartende Haltung.

"Der Markt diktiert heute den Kurs des Fed", fasst es eine Händlerin zusammen. Der Markt preise mit über 90 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein - die erste Erhöhung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. "Wir wissen alle, dass ein solcher Schritt diametral entgegengesetzt zu den Vorstellungen der derzeitigen US-Regierung ist." Dabei habe nicht das Fed den Markt in Richtung dieser Entscheidung "gelenkt". Die Anleger hätten ihre Entscheidungen selbst getroffen, unter Berücksichtigung der Wirtschaftsdaten und geopolitischen Faktoren.

Der SMI notiert gegen 8.10 Uhr im vorbörslichen Handel von Julius Bär um 0,08 Prozent höher bei 13'890 Punkten. Alle 20 SMI-Werte bis auf Richemont notieren leicht im Plus, wobei die meisten Titel lediglich um 0,1 Prozent zulegen.

Richemont (-1,9% oder -3,15 Fr.) sind allerdings nur optisch tiefer, da sie ex-Dividende gehandelt werden (4,30 Fr.). Derweil gewinnen Partners Group, Logitech und Amrize mit Aufschlägen von jeweils 0,6 Prozent etwas stärker als der Markt hinzu.

Ölpreis und Renditen leicht tiefer

Etwas Unterstützung kommt auch von den geringfügig rückläufigen Ölpreisen - auch wenn es keine wirklichen Fortschritte bei der Lösung der Konflikte im Nahen Osten gibt. Auch die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries ist knapp unter 5 Prozent gefallen, was ebenfalls für eine minimale Entspannung sorge, heisst es am Markt. Erst am gestrigen Dienstag war die Rendite auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen.

Dies erhöht insbesondere den Druck auf hoch bewertete Wachstumswerte und Unternehmen mit hohem Finanzierungsbedarf. Aber auch der Druck auf die US-Staatsfinanzen steigt angesichts der hohen Verschuldung, dem damit einhergehenden hohen Refinanzierungsbedarf und dem anhaltenden Inflations- und Ölpreisrisiko, ergänzt eine Händlerin.

Auf Unternehmensseite stehen vor allem Vertreter aus den hinteren Reihen. So hat Avolta (+0,1%) eine Anleihe im Volumen von 350 Millionen Euro mit Fälligkeit im März 2032 begeben, während SFS (+0,1%) vor dem morgigen Investorentag den Ausblick für 2026 bekräftigt. Das Schliesstechnik-Unternehmen Dormakaba (+0,1%) wiederum übernimmt das britische Software-Unternehmen Alliants Limited.


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