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Markt und Börse   22.09.2026 18:15:18

Aktien Schweiz Schluss: SMI legt nach starkem Wochenstart Verschnaufpause ein

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist nach dem sehr guten Abschneiden vom Vortag am Dienstag kaum verändert aus dem Handel gegangen. In einem von Schwankungen geprägten Handel startete der Leitindex SMI zunächst mit Abschlägen in den Tag, ehe er erstmals seit zwei Wochen wieder die Schwelle von 14'000 Punkten erreichte. Diese Marke konnte der SMI bis Handelsschluss aber nicht verteidigen.

Das volatile Geschehen war eng an die Entwicklungen im Nahen Osten und an die Schwankungen beim Öl geknüpft. Neue Kämpfe im Jemen sorgten zunächst für Verunsicherung und höhere Ölpreise, ehe die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen auf die Preise drückte. Und zu guter Letzt dürften die Aussagen aus der von US-Präsident Donald Trump an der UN-Vollversammlung gehaltenen Rede, in der er unter anderem den Iran-Krieg verteidigte, den Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zurück auf das Niveau von 100 US-Dollar gehievt haben.

"Der Ölpreis bleibt derzeit das wichtigste Stimmungsbarometer für die Aktienmärkte", sagte ein Marktbeobachter. Und ein weiterer ergänzte: "Eine nachhaltige diplomatische Lösung im Nahost-Krieg könnte nicht nur die geopolitischen Risiken reduzieren, sondern auch über niedrigere Energiepreise zugleich den Inflationsdruck verringern."

SMI bleibt unter 14'000 Punkten

Der 20 Titel umfassende SMI schloss mit -0,02 Prozent minim tiefer auf 13'953,39 Punkte. Dabei standen sich 14 Gewinner und 6 Verlierer gegenüber. Der Mid-Cap-Index SMIM stieg dagegen um 1,29 Prozent auf 3137,79 Punkte, während der breite SPI um 0,22 Prozent auf 19'804,44 Zähler vorrückte.

Auch an den übrigen europäischen Börsen war wenig Bewegung auszumachen, während die US-Indizes zu Europaschluss uneinheitlich tendierten, mit Vorteilen für das Tech-Barometer Nasdaq Composite. In dieser Woche sei neue Zuversicht rund um das Thema KI an die weltweiten Finanzmärkte zurückgekehrt, hiess es.

Das gab auch den hiesigen Techwerten Rückenwind, wie den Logitech-Valoren (+1,6%) im SMI oder VAT (+3,9%) im etwas breiter gefassten Geschäft. Auf dem Vormarsch waren auch die Aktien des Sanitärtechnikers Geberit (+3,2%), die sich von den Vortagesverlusten erholten.

Demgegenüber knüpften Givaudan (+2,8%) an den guten Wochenstart an. Dieser war von positiven Kommentaren aus Analystenhäusern geprägt. Der SMI-Neuzugänge Galderma (+1,6%) und Sandoz (+1,5%) blieben auch am Tag nach der Aufnahme in den wichtigsten Schweizer Börsenindex gefragt.

Auf der Verliererseite rutschten UBS um 3,4 Prozent auf 40,33 Franken ab. Die Schwäche unter Finanztiteln sowie die Sorge vor der am Mittwoch anstehenden Fortsetzung der politischen Debatte um die Bankenregulierung in der Schweiz setzten den UBS-Aktien zu,

Tiefer gingen auch Versicherer wie Zurich (-2,1%), Swiss Life (-1,6%) oder Swiss Re (-0,7%) aus dem Handel, während das Schwergewicht Roche (-0,2%) die deutlicheren Abgaben aus dem Handelsverlauf bis Börsenschluss beinahe ganz abbaute. Die beiden weiteren Grossaktien Novartis (+0,3%) und Nestlé (-0,01%) bewegten sich ebenfalls kaum von der Stelle.

Oerlikon gesucht

In den hinteren Reihen kletterten Oerlikon (+5,5%) nach einer Kaufempfehlung von Kepler auf ein Mehrjahreshoch. Der jüngste Kapitalmarkttag habe gezeigt, dass die Firma die Transformation hinter sich gelassen habe und Wachstum am oberen Ende der bisherigen Zielspanne anstrebe. Gut zulegen konnten etwa auch Rieter (+8,1%), GAM (+7,7%) oder Adval Tech (+7,5%).

Dagegen gaben die Papiere des Kompressorenherstellers Burckhardt Compression (-0,8%) nach einer Kurszielsenkung durch UBS und Newron (-1,6%) nach Vorlage von Halbjahreszahlen nach. Das an der SIX kotierte, italienische Biopharmaunternehmen erlitt wegen höherer Forschungskosten einen grösseren Verlust.


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