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Markt und Börse   23.09.2026 18:15:15

Aktien Schweiz Schluss: SMI nach volatilem Handelstag leicht schwächer

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem richtungslosen Handelsverlauf schwächer geschlossen. Dabei trübte ein Wiederanstieg der Ölpreise die Stimmung, nachdem sich diese zuvor dank neuer Hoffnungen im Nahostkonflikt wieder etwas abgeschwächt hatten.

Am Nachmittag wurde bekannt, dass in der für den globalen Rohölhandel wichtigen Strasse von Hormus erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten war. Der Preis für die Rohölsorte Brent stieg zeitweise bis auf über 102 Dollar und notierte damit auch wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar.

Spannung vor Treffen Trump-Xi

Wenig Auswirkungen hatten die am Morgen publizierten überraschend gut ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone. Auch "noch so gute" Konjunkturdaten könnten die Inflationssorgen der Anleger nicht überdecken, meinte ein Analyst. "Der Ölpreis ist momentan der Taktgeber für die Börsen."

Zudem sorge das mit grosser Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping für Zurückhaltung bei den Anlegern, hiess es. Allerdings dürften die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden: Die chinesische Seite benötige in Washington keinen Durchbruch.

UBS mit Ständeratsentscheid im Fokus

Der 20 Titel umfassende SMI gab 0,23 Prozent auf 13'921,72 Punkte nach. Dabei standen sich zwölf Verlierer und acht Gewinner gegenüber. Der Mid-Cap-Index SMIM gab mit einem Minus von 0,54 Prozent auf 3120,71 Punkte etwas deutlicher nach und der breite SPI verlor 0,25 Prozent auf 19'754,43 Zähler.

Im Fokus standen am Schweizer Markt die UBS-Titel (-1,7% auf 39,64 Fr.), die nach positivem Handelsauftakt wieder unter die Marke von 40 Franken rutschten. Der Ständerat beschloss am Mittwoch eine klare Verschärfung der Eigenmittel-Vorschriften für die Grossbank und entschied sich damit auch gegen die mildere Variante seiner Wirtschaftskommission. Die verhältnismässig moderate Kursreaktion deute darauf hin, dass die Anleger nun möglicherweise akzeptierten, dass es unweigerlich zu einer Verschärfung der Kapitalvorschriften kommen werde, meinte ein LUKB-Analyst.

Auch weitere Finanzwerte standen am Mittwoch unter Druck. So gaben etwa die Versicherungswerte Helvetia Baloise (-1,7%), Swiss Life (-1,2%) und Zurich (-0,8%) nach, aber auch die Titel der Privatbank Julius Bär (-0,8%) schlossen klar im Minus.

Pharma gesucht

Unter Druck standen zudem mehrere zyklische Werte wie die Titel des Bauchemieherstellers Sika (-2,1%) oder des US-Zementkonzerns Amrize (-1,3%) nach einer Kurszielsenkung durch die Deutsche Bank. Nach der Erholungsbewegung des Vortags ging es auch mit den Geberit-Titeln (-1,1%) wieder abwärts.

Besser hielten sich viele Pharmawerte. Die Roche-PS (-0,3%) schlossen zwar trotz positiver Studiendaten zu einem Wirkstoff zur Behandlung einer Autoimmunkrankheit tiefer. Die Titel des Generikaherstellers Sandoz (+0,9%) wie auch die Aktien des Roche-Konkurrenten Novartis (+1,0%) gehörten aber zu den Gewinnern im SMI.

Kurssprung für AMS Osram

Gefragt waren auch technologienahe Werte: So fielen VAT (+0,4%) und Logitech (+2,4%) mit Kursgewinnen auf. Im breiten Markt vollführten die Titel des Sensoren- und Halbleiterherstellers AMS Osram (+10,3%) einen Kurssprung nach einer Kaufempfehlung durch die Analysten von Jefferies. Sie setzten damit ihren Aufwärtstrend der letzten Tage fort.

Positiv aufgenommen wurden auch die Halbjahreszahlen des Immobilienunternehmens Peach Property (Aktien +4,4%). Mit einem klaren Kursanstieg quittiert wurde auch die Beilegung eines langjährigen Rechtsstreits durch die Bank EFG International (+4,5%) vor einem britischen Zivilgericht.


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