News story
Markt und Börse   28.09.2026 11:30:18

Aktien Schweiz: Fester dank Novartis und Nestlé, Roche fallen ab

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit Schwung in die neue Woche gestartet und hat die Marke bei 14'000 klar zurückerobert. In der Folge konnte er indes dieses Niveau nicht ganz halten. Gestützt wird der SMI insbesondere von Novartis und Nestlé, wogegen die Tech-Aktien gemieden werden. Was das Börsensentiment betrifft, halten sich laut einem Marktkommentar der St. Galler Kantonalbank derzeit Rücken- und Gegenwind die Waage.

Obwohl die geopolitische Lage immer verworrener und undurchsichtiger werde, hielten sich die Aktienmärkte in der Nähe historischer Höchststände. Weiterhin im Fokus bleiben auch die hohen Renditen der Staatsanleihen und der Nahost-Konflikt.

Nachdem US-Präsident Trump den neuen Vorschlag Irans zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus am Wochenende abgelehnt hat, hat Iran seine Bedingungen für einen Neustart von Friedensgesprächen bekräftigt. Beide Seiten hätten im Anschluss zwar weiterhin Gesprächsbereitschaft signalisiert, heisst es in einer Einschätzung der Commerzbank. Die Situation scheine aber festgefahrener denn je.

Der SMI steht gegen 10.50 Uhr 0,37 Prozent höher bei 13'997,51 Punkten (bisheriges Tageshoch 14'083). Bei den 20 SMI-Titeln sind die Gewinner mit 16 klar in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt 0,41 Prozent auf 3'126,33 Punkte und der breite SPI 0,45 Prozent auf 19'860,09 Punkte.

Ölpreis widerspiegelt anhaltende Nervosität

Entsprechend den einmal mehr gedämpften Hoffnungen auf einen Ausweg aus dem Nahostkonflikt haben auch die Ölpreise ihren jüngsten Anstieg bestätigt, bzw. zum Start in die neue Woche noch einmal etwas ausgeweitet. Derzeit liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei knapp 108 US-Dollar.

Für einen Grossteil der Gewinne des Gesamtmarktes sind Novartis (+1,2%) verantwortlich. Die Aktien setzen damit ihren seit nunmehr gut zwei Wochen andauernden Erholungskurs fort. Mittlerweile haben sie rund die Hälfte des Einbruchs von Anfang September wieder aufgeholt.

Auch Nestlé (+1,0%) sind klar gesucht und knüpfen damit an die positive Vorwoche an. Roche (-1,0%) hingegen können die anfänglichen Gewinne nicht halten und notieren mittlerweile klar schwächer. Der zweite grosse Pharmakonzern aus Basel hält derzeit in London einen Investorenanlass unter dem Namen "Pharma Day" ab. Roche will demnach seine Forschung beschleunigen und gleichzeitig stärker priorisieren.

Die grössten Gewinne verzeichnen derzeit nebst Novartis weitere Aktien aus dem Gesundheitsbereich wie Lonza (+1,7%), Alcon (+1,6%) und Sandoz (+1,4%). Gefragt sind zudem baunahe Werte wie Geberit (+1,4%), Sika (+1,3%) und Amrize (+1,0%).

Tech-Werte belastet von Branchenstimmung

Unter Abgabedruck stehen im Einklang mit anderen Börsenplätzen insbesondere verschiedene Tech-Werte. Belastet wird das Sentiment einerseits von Medienberichten, wonach die chinesischen Behörden den Kauf neuer Nvidia-Chips gestatten könnten. Dies könnte die lokale Entwicklung von Hardware für KI-Technologien schwächen. Andererseits bremst die angekündigte Trainingspause von OpenAI bei seinem neuesten KI-Modell. In diesem Umfeld büssen Logitech (-1,5%) als Schlusslicht im SMI, ABB (-0,5%) oder im breiten Markt auch Huber+Suhner (-1,6%), Inficon oder Comet (je -0,8%) an Terrain ein.

Bei den Nebenwerten setzen sich Calida mit einem Plus von 7,2 Prozent in Szene. Der Titel wird getrieben von der Ankündigung einer grosszügigeren Dividendenpolitik und einem Aktienrückkaufprogramm.

Dormakaba (+3,6%) erhalten von einer eine Hochstufung durch Jefferies auf "Buy" Support und Tecan (+3,1%) von einer deutlichen Kurszielerhöhung und der Bestätigung der Kaufempfehlung durch die UBS.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A