Aktien Schweiz Vorbörse: Stabilisierungsversuch vor US-Jobdaten
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt versucht sich zum Wochenausklang am Freitag an einer Stabilisierung. Stützen kann sich der SMI dabei auf eine Erholung der Wall Street im späten Handel. Dort hatten sinkende Anleiherenditen für eine gewisse Erleichterung gesorgt. Auf die asiatischen Märkte schwappte diese aber nicht über. Zudem halten sich die Ölpreise hartnäckig über der Marke von 100 US-Dollar. Medienberichten zufolge soll das Pentagon eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten schicken. Das klingt Börsianern zufolge nicht nach einer raschen diplomatischen Lösung.
Insgesamt werde sich der Markt ohnehin vor dem am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zurückhalten, heisst es von Händlern. Bei einem moderaten Beschäftigungsplus dürften kaum Zweifel an den eingepreisten Zinserhöhungserwartungen an die US-Notenbank aufkommen, so Experten. Anders sehe es bei einer positiven Überraschung aus. "Insgesamt dürfte der US-Arbeitsmarkt aber robuste Signale senden und damit angesichts der hartnäckigen Inflation von der Fed zumindest noch einen Zinsschritt vor Jahresende ermöglichen", so eine Händlerin.
Der SMI wird im vorbörslichen Handel von Julius Bär gegen 08.10 Uhr um 0,16 Prozent leicht höher auf 13'645 Punkte erwartet. Am Vortag war der Leitindex mit einem dicken Minus ins Schlussquartal gestartet.
Julius Bär (kein vb-Kurs) startet ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 600 Millionen Franken. Zudem hat die Bank ihre Ausschüttungspolitik überarbeitet.
Derweil könnten Partners Group (+0,1%) in Bewegung kommen. Der Privatmarktspezialist gibt einem seiner Anlagefonds, die im Sommer von Rücknahmestopps betroffen waren, nun eine neue Struktur. Die Investoren sollen damit grössere Flexibilität für einen allfälligen Rückzug erhalten.
Der Warenprüfkonzern SGS (unv.) übernimmt die Mehrheit an der US-Cybersicherheitsfirma Prescient Security. Mit der Übernahme baut SGS den strategischen Geschäftsbereich "Digital Trust" weiter aus. In diesem Bereich will das Unternehmen bis 2027 gegenüber 2023 mindestens 200 Millionen Franken zusätzlichen Umsatz erzielen.
Im Blick stehen auch Schindler (unv.). Sollten die Wettbewerbsbehörden im Rahmen der geplanten Milliardenübernahme von TK Elevator durch Kone Verkäufe verlangen, würde der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller mögliche Zukäufe prüfen, wie eine Konzernsprecherin der Nachrichtenagentur AWP am Donnerstagabend auf Anfrage mitteilte.
Gurit (kein vb-Kurs) könnten nach einem Analystenkommentar in Bewegung kommen. Die UBS hat die Titel nach der jüngsten Kursrally auf "Neutral" zurückgestuft, aber das Kursziel erhöht.
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| MARKT UND BÖRSE | 02.10.2026 08:40:16 | Morning Briefing - Markt Schweiz |