Aktien Schweiz Eröffnung: Verluste angesichts vieler Zahlen und vor Fed
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Verlusten in einen dicht gepackten Handelstag gestartet. Angesichts der Zahlenflut und noch anstehenden wichtigen Daten halten sich Anleger zurück. "Die Nachrichtenfülle ist sehr dicht und viele scheuen in diesem Umfeld eine grössere Positionierung", kommentierte ein Händler. Der Tag berge insgesamt erhebliches Überraschungspotenzial.
Neben den vielen Zwischenberichten, die es zu verdauen gilt, liegt der Fokus am Abend zunächst auf der Geldpolitik. Denn die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed steht an. Die EZB folgt am morgigen Donnerstag. Zinsänderungen dürfte es nicht geben, umso wichtiger werden die begleitenden Kommentare. Nach US-Börsenschluss rücken dann mit Zahlen von Microsoft und Alphabet zwei weitere Tech-Grössen in den Mittelpunkt. "Enttäuschen die Ausblicke, kann die KI-Rallye ganz schnell wieder in Frage gestellt werden", so ein Börsianer.
SMI im Rückwärtsgang
Der Leitindex SMI verliert gegen 9.15 Uhr 0,55 Prozent auf 14'518,00 Punkte. 15 Verlierern stehen nur 5 Gewinner gegenüber. Der Mid-Cap-Index SMIM gibt um 0,46 Prozent auf 3180,08 und der breite SPI um 0,51 Prozent auf 20'495,62 Punkte nach.
Die Titel der UBS (-2,0%) fallen nach Quartalszahlen zurück. Die Grossbank hat mit ihrem Ergebnis für das dritte Quartal erstmals seit längerem die Schätzungen von Analysten nicht übertroffen.
Deutlich schwächer zeigen sich derweil die Aktien des SMI-Neulings Sandoz (-5,6%). Der Generikahersteller hat die Analystenerwartungen grösstenteils verfehlt.
Die Zahlen von Logitech (-9,8%) wurden gemischt aufgenommen, was Anleger offenbar zu Gewinnmitnahmen animiert und die Titel ans SMI-Ende schickt. Zwar fielen die Ergebnisse besser aus, der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal schmeckt allerdings nicht allen.
An der Indexspitze im SMI halten sich ABB (+0,9%), auch Novartis (+0,8%) sind nach den gestrigen Zahlen weiter gefragt.
Leicht unter Druck stehen Straumann (-1,2%) obwohl der Zahnimplantatehersteller teils etwas besser abgeschnitten hat als erwartet. Temenos (+3,9%) ziehen indes nach Zahlen kräftig an.
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