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Markt und Börse   28.10.2026 11:30:18

Aktien Schweiz: Schwächer mit Zahlenflut und vor Fed-Sitzung

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt legt am Mittwoch etwas den Rückwärtsgang ein. Anleger müssen sich mit einer wahren Zahlenflut und internationalen Impulsen befassen. Die Reaktionen fallen teils sehr unterschiedlich aus und führen zum Teil zu entsprechend starken Kursbewegungen. "Die Nachrichtenfülle ist sehr dicht und viele scheuen in diesem Umfeld eine grössere Positionierung", kommentierte ein Händler. Der Tag berge insgesamt erhebliches Überraschungspotenzial.

Der Fokus liegt nun bereits auf der am Abend anstehenden Fed-Zinsentscheidung, die EZB folgt am morgigen Donnerstag. Zinsänderungen dürfte es nicht geben, umso wichtiger werden die begleitenden Kommentare. Nach US-Börsenschluss rücken dann mit Zahlen von Microsoft und Alphabet zwei weitere Tech-Grössen in den Mittelpunkt. "Enttäuschen die Ausblicke, kann die KI-Rallye ganz schnell wieder in Frage gestellt werden", so ein Börsianer.

Logitech SMI-Schlusslicht, UBS auch schwach

Der Leitindex SMI verliert gegen 10.50 Uhr 0,34 Prozent auf 14'548,01 Punkte. Die Verlierern sind klar in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM gibt um 0,38 Prozent auf 3182,49 Zähler und der breite SPI um 0,32 Prozent auf 20'534,52 Punkte nach.

Zahlreiche Bluechips gaben einen Zwischenbericht ab. Die Zahlen von Logitech (-10,7%) schickten die Aktie ans SMI-Ende. Zwar fielen die Ergebnisse besser aus, der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal schmeckt allerdings nicht allen. Das sorgte laut Händlern für Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholungsbewegung.

Auch die Grossbank UBS (-2,0%) konnte mit den Quartalsergebnissen nicht punkten - erstmals seit längerem wurden die Schätzungen nicht übertroffen. Zudem bleibt die Regulierungsdiskussion eine Belastung für die Aktie.

Abwärts ging es auch für den SMI-Neuling Sandoz (-1,3%), die frühen Verluste wurden aber immerhin eingedämmt. Der Generika- und Biosimilarhersteller hat die Umsatzerwartungen leicht verfehlt und das Jahresziel wurde auf das untere Ende der Spanne eingegrenzt.

Givaudan (-0,9%) wurden für einen verhaltenen Ausblick des deutschen Konkurrenten Symrise in Sippenhaft genommen. Auch DSM-Firmenich (-2,3%) geben daher nach.

Derweil halten sich die Titel von Novartis (+1,0%) am oberen Ende des Kurszettels. Für den Pharmakonzern erhöhen zahlreiche Häuser nach den Zahlen vom Vortag ihre Kursziele. Unter den wenigen Gewinnern sind noch ABB (+1,0%), Partners Group (+1,1%) oder Galderma (+0,8%) zu finden.

Gemischte Bilanz für zweite Reihe

Auch von mittleren Unternehmen kamen einige Zwischenberichte. Straumann (-2,5%) hatten zwar etwas besser als erwartet abgeschnitten, mit einem lediglich bestätigten Ausblick aber auch nicht positiv überrascht.

Auf Rieter (-0,9%) lastet der gesenkte Jahresausblick, während Temenos (+1,2%) und Dormakaba (+3,2%) nach Zahlen zulegen.

Derweil stehen Tech-Werte einmal mehr im Blick. Einerseits legte SK Hynix ein Rekordquartal hin, andererseits stehen am Abend US-Vertreter der Branche im Fokus. Vor diesem Hintergrund gewinnen AMS Osram (+2,4%), aber auch Comet (+2,2%) hinzu. Inficon (-0,1%) konsolidieren derweil einen Teil ihre massiven Vortagsgewinne in Reaktion auf die starken Zahlen.

Zusätzlich zu den vielen Ergebnissen sorgen Analystenkommentare für Bewegung in Einzeltiteln. Allen voran profitieren Jungfraubahn (+7,9%) von einer Ersteinstufung mit "Buy" durch Berenberg. Ems-Chemie (-1,4%) müssen nach der Abstufung durch Oddo am Vortag nun eine weitere durch die UBS auf "Neutral" verdauen.


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