Aktien Schweiz Eröffnung: SMI steigt auf Rekordhoch - Amrize unter Druck
Zürich (awp) - Der Schweizer Leitindex ist am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet und auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Während zahlreiche Unternehmensmeldungen für Bewegung bei den Einzelwerten sorgen, bleibt das übergeordnete Marktumfeld von Unsicherheiten geprägt. Im Fokus stehen die Nachlese zum Fed-Entscheid, gemischte Signale aus dem Technologiesektor und die am Nachmittag anstehende EZB-Sitzung.
Die US-Notenbank liess die Leitzinsen am Mittwoch wie erwartet unverändert. Die Märkte reagierten darauf zunächst gelassen. "Die Fed verschaffte den Märkten etwas Luft, ohne aber wirklich zu signalisieren, dass die Finanzierungskosten ihren Höhepunkt erreicht haben", heisst es bei Swissquote. Am Nachmittag folgt die EZB, von der ebenfalls keine Änderung der Leitzinsen erwartet wird.
Vom Ölmarkt kommt dagegen keine Entwarnung. Brent hat nach einem kurzen Rücksetzer im frühen Handel wieder angezogen und kostet derzeit rund 115 Dollar je Fass. Seit Monatsbeginn hat sich die Nordseesorte damit um mehr als 10 Prozent verteuert.
Amrize im Fokus
Der SMI gewinnt gegen 09.15 Uhr 0,8 Prozent auf 14'696,15 Punkte und markiert damit ein neues Allzeithoch. Der bisherige Rekord von rund 14'670 Punkten von Mitte August wird damit übertroffen. Der Mid-Cap-Index SMIM legt um 0,3 Prozent auf 3203,75 Punkte zu, der breite SPI steigt 0,8 Prozent auf 20'716,66 Punkte.
Die rote Laterne tragen Amrize (-6,2%) nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer gesenkten Jahresprognose. Auch Logitech (-1,2%) knüpfen an die deutlichen Vortagesverluste an.
Dagegen erholen sich Sandoz (+2,3%) von den Abgaben des Vortages. Unterstützung erhält der Leitindex zudem von den Schwergewichten Novartis (+1,6%), Nestlé (+1,2%) und Roche (+0,6%).
Etwas Gegenwind kommt aus dem Technologiesektor. ABB, VAT, Comet und Inficon geben gegen den freundlichen Gesamtmarkt leicht nach. Belasten dürften die enttäuschenden Zahlen von Alphabet sowie die schwache Kursreaktion von Samsung trotz Rekordergebnissen. "Rekordergebnisse allein reichen nicht mehr, wenn die Erwartungen bereits extrem hoch sind", kommentiert ein Händler.
Impulse durch Zahlen
In den hinteren Reihen werden Avolta (+4,1%) nach den Quartalszahlen gesucht. Vor allem das organische Wachstum fiel besser als erwartet aus.
Oerlikon (-0,2%) drehen nach anfänglichen Gewinnen ins Minus. Auch die Zahlen von Vontobel (-2,8%) und Lastminute (-2,1%) werden mit Kursverlusten quittiert.
Idorsia (-4,1%) stehen ebenfalls unter Druck. Das Biopharmaunternehmen weitete den Verlust aus, bestätigte aber seine Ziele. Zudem plant Idorsia gemeinsam mit Anleihegläubigern ein Finanzpaket mit einem Startkapital von 120 Millionen Franken für die weltweite Vermarktung eines Blutdrucksenkers.
Im Biotechsektor fallen zudem Addex (+8,6%) auf. Das Unternehmen hat sein Aktienkapital durch die Ausgabe von 93 Millionen neuen Namensaktien erhöht und will sich damit zusätzliche finanzielle Flexibilität verschaffen.
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