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Markt und Börse   30.10.2026 18:15:18

Aktien Schweiz Schluss: SMI hält sich dank starker Defensiver über 14'800

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag erneut zugelegt, zum insgesamt vierten Mal in der laufenden Woche. Zum Tagesgewinn haben erneut die defensiven Schwergewichte einen Löwenanteil beitragen. Denn die Stimmung war insbesondere von den mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen grosser US-Techkonzerne wie Intel und Amazon geprägt. Das belastete vor allem die Tech-affinen Werte, dagegen profitierten die hiesigen Schwergewichte und entsprechend auch der Leitindex SMI.

Die Investoren schielten indes mit einem Auge bereits auf die mit Spannung erwarteten "Midterms"-Wahlen in den USA vom kommenden Dienstag. Händler gingen im Vorfeld davon aus, dass die Volatilität in den kommenden Handelstagen sowohl an den Bond- als auch an den Aktienmärkten höher ausfallen könnte als üblich. Die UBS geht in ihrem Basisszenario mit Blick auf die Zwischenwahlen davon aus, dass diese zu einem geteilten Kongress führen werden. In der Folge könnten weitreichende politische Veränderungen etwa durch das Vetorecht des Präsidenten oder die bereits hohen Haushaltsdefizite des Bundes erschwert werden.

Auch Ölpreise bleiben im Fokus

Wichtig bleibt wegen der Wahlen auch der Blick auf die Ölpreise. Spekulationen über einen möglichen neuerlichen Einsatz der US-Streitkräfte im Nahost-Konflikt im Anschluss an die "Midterms" - um von den innenpolitischen Problemen abzulenken - haben den Preis für ein Fass der Sorte Brent vorübergehend in die Nähe von 118 US-Dollar gebracht. Das Niveau bewegt sich damit im Bereich der Höchststände von Ende April. Derzeit notiert der Preis bei klar über 117 Dollar.

SMI mit sehr starkem Oktober

Der SMI legte bis zum Schluss 0,36 Prozent auf 14'810,66 Punkte zu und hielt sich damit in der Nähe des am Vortag erreichten Allzeithochs bei 14'861. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 2,4 Prozent - es ist das vierte in Folge - und über den ganzen Oktober gesehen stieg der Leitindex um mehr als 7 Prozent.

Der Mid-Cap-Index SMIM legte 0,13 Prozent auf 3204,25 Punkte zu und der breite SPI 0,26 Prozent auf 20'847,01 Punkte.

Das moderate Tagesplus des SMI kam vor allem dank der starken Nestlé (+2,3%) und Novartis (+1,1%) zustande, während Roche (+0,4%) weniger dazu beitrugen. Nach einem starken Lauf im Oktober weisen nun aber beide Pharmaschwergewichte in der Jahresbilanz eine positive Performance von mehr als +20 Prozent auf. Nestlé liegen hier mit einem Plus von rund 7 Prozent etwas zurück.

Gute Tagesgewinne verzeichneten weitere als defensiv eingeschätzte Werte wie Givaudan (+1,5%), Swiss Re (+1,7%) oder aus den Top-50 auch Swisscom (+1,6%).

Bei den Blue Chips gaben Logitech (-4,2%) am meisten nach. Neben den schwachen Vorgaben aus dem Tech-Sektor hadert der Markt seit Tagen mit dem Ausblick des Unternehmens auf das wichtige Weihnachtsquartal.

Von der Tech-Schwäche zurückgebunden wurden auch ABB (-3,3%), oder aus dem breiteren Markt VAT (-5,0%), Belimo (-2,9%), AMS Osram (-6,3%), Inficon (-6,5%), Comet (-7,9%) oder Huber+Suhner (-4,5%). Die Zahlen einiger US-Technologieriesen hatten am Vorabend für deutlichen Wirbel gesorgt - allen voran gingen Intel nachbörslich mit Verlusten von über 20 Prozent in die Knie. Das sorgte auch bei den Schweizer Profiteuren der KI-Euphorie für Gewinnmitnahmen. "An den internationalen Aktienmärkten ziehen sich die Anleger immer mehr aus Halbleiter- und KI-Werten zurück", meinte dazu ein Händler.

Einen schweren Stand hatten auch UBS (-1,2%). Nach dem leichten Minus am Mittwoch nach den Zahlen und der starken Entwicklung vom Donnerstag, ging es vor dem Wochenende wieder nach unten. Auf die gesamte Woche gesehen verblieb aber ein gutes Plus von über 2 Prozent.

Bei den kleineren Werten kletterten Landis+Gyr (+10%) markant in die Höhe. Der Stromzählerproduzent hatte am Vorabend sein Semesterergebnis mit sinkendem Umsatz und höherer Marge präsentiert. Der entsprechend gehobene Ausblick für das Gesamtjahr wurde entsprechend gut aufgenommen.


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