Aktien Schweiz Vorbörse: SMI tiefer erwartet - Geberit mit Zahlen
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag tiefer in den Handel starten. Neben der laufenden Berichtssaison geben vor allem die Meldungen aus den USA den Takt vor. Dort standen am Vortag insbesondere Technologie- und Halbleiterwerte unter Druck, während die Ölpreise wieder anzogen.
An der Wall Street legte der Dow Jones am Vortag zu, während die Technologiewerte nachgaben. Auch Apple konnte die Anleger trotz solider Zahlen nicht überzeugen. Umsatz und Gewinn lagen zwar leicht über den Erwartungen, nachbörslich belastend wirkte laut Marktbeobachtern jedoch der Ausblick auf die Bruttomarge. In den USA stehen neben den anstehenden Arbeitsmarktdaten heute vor allem die Zwischenwahlen im Fokus. Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird allerdings erst in der Nacht auf Mittwoch gerechnet.
Die Ölpreise ziehen am Dienstag wieder etwas an. Am Montag hatte die Hoffnung auf neue Verhandlungen zwischen Washington und Teheran die geopolitische Risikoprämie noch deutlich gedrückt. Mit aktuell rund 107 Dollar je Fass notiert Brent nun wieder klar über der Marke von 100 Dollar.
SMI klar tiefer erwartet
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI im vorbörslichen Handel gegen 08.10 Uhr um 0,56 Prozent tiefer bei 14'720 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst sogar 1,02 Prozent ein.
Eine Stütze im SMI sind die Pharmawerte und Schwergewichte Roche und Novartis, die als einzige Bluechips im Plus liegen. Am deutlichsten unter Druck stehen Geberit (-2,9%) nach Quartalszahlen. Zudem werden Galderma (-2,4%) vom am Montagabend bekannt gewordenen überraschenden Abgang des Finanzchefs belastet. Auch Technologiewerte wie ABB (-1,3%) und Logitech (-1,9%) geben im Rahmen einer Branchenschwäche klar nach.
In den hinteren Reihen sorgt die Berichtssaison für Bewegung: Clariant (-4,1%) stehen deutlich unter Druck. Das Unternehmen schnitt beim Umsatz zwar etwas besser als erwartet ab, die Margenentwicklung blieb jedoch hinter den Prognosen zurück.
Deutlich positiv überraschten dagegen Burckhardt Compression (+3,9%). Der Industriekonzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026/27 einen stärker als erwarteten Auftragseingang und bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr.
Basilea (+1,6%) profitieren von einer Meilensteinzahlung für das Antimykotikum Cresemba. Derweil geben Sonova (-2,5%) nach einer Abstufung durch UBS auf "Neutral" klar nach.
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