Unternehmensergebnis
28.08.2026 12:26:16
Auf dem Jungfraujoch wurden von Januar bis Juni 18 Prozent weniger Gäste gezählt als ein Jahr zuvor. Besonders hart traf es die Jungfraubahnen im zweiten Quartal: Es war das schwächste seit der Corona-Pandemie, wie der Berner Oberländer Tourismuskonzern am Freitag mitteilte.
Das schlägt sich in den Zahlen nieder. Der Umsatz der Jungfraubahnen sank um 9 Prozent auf 137 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben 29 Millionen Franken Gewinn - 22 Prozent weniger als im Rekordjahr 2025.
Der Grund für den Einbruch ist vor allem der Krieg im Iran. Viele Reisende aus Asien fliegen über die Drehkreuze Dubai, Doha oder Abu Dhabi nach Europa. Als diese Verbindungen unsicher wurden, hielten sich Reiseveranstalter mit Buchungen zurück. Allein aus Indien führen laut Jungfraubahn-Chef Oliver Hammel täglich mehr als 30 Flüge über diese Drehkreuze.
___ Hoffnung auf bessere zweite Jahreshälfte
Inzwischen hellt sich die Lage etwas auf. Im Juli und August lag die Zahl der Gäste auf dem Jungfraujoch nur noch gut 10 Prozent unter dem Vorjahr. "Wir sind für die kommenden Monate vorsichtig optimistisch", sagte Hammel vor Medien und Analysten.
Eine Rolle spielen dabei Individualtouristen. Sie können die fehlenden Reisegruppen zwar nicht vollständig ersetzen, geben aber im Schnitt mehr Geld für die Bergbahnen aus. Der durchschnittliche Verkehrsertrag pro Gast stieg im ersten Halbjahr um knapp 7 Prozent.
Und noch etwas hilft: die Hitze. Viele Schweizerinnen und Schweizer sowie andere Individualgäste zog es zuletzt aus dem heissen Flachland in die kühleren Berge.
___ Langfristig wird die Hitze zum Problem
Was kurzfristig Gäste bringt, bereitet den Jungfraubahnen langfristig allerdings Sorgen. Die Klimaerwärmung verändert das Hochgebirge. Das Unternehmen überwacht deshalb Verschiebungen über rund 3000 Höhenmeter mit zahlreichen Messpunkten. Der Aletschgletscher wird jeden Frühling mit Drohnen dreidimensional vermessen.
Auch für den Wintersport wird es schwieriger. Es fällt weniger Schnee, die Schneefallgrenze steigt und die Zeitfenster mit geeigneten Temperaturen für die künstliche Beschneiung werden laut Hammel immer kürzer.
Immerhin glaubt der CEO, dass das berühmte Schnee- und Gletschererlebnis auf dem Jungfraujoch noch lange erhalten bleibt. Dank des Aletschgletschers, des grössten Gletschers der Alpen, könne man Gästen dies auch "noch in Jahrzehnten" bieten. Anderen Destinationen drohe viel früher ein kompletter Gletscherschwund.
An der Börse drehen die Jungfraubahn-Aktien nach einem anfänglichen Minus ins Plus. Am Freitag notierten die Papiere um 11.35 Uhr 0,4 Prozent höher bei 256,50 Franken.
Jungfraubahnen leiden unter Iran-Krieg und hoffen auf Erholung
Interlaken (awp) - Der Iran-Krieg hat den Jungfraubahnen das erste Halbjahr 2026 verhagelt. Vor allem Touristen aus Indien und Südostasien blieben dem Jungfraujoch fern. Nun gibt es erste Anzeichen für eine Erholung - dabei hilft ausgerechnet die Sommerhitze.Auf dem Jungfraujoch wurden von Januar bis Juni 18 Prozent weniger Gäste gezählt als ein Jahr zuvor. Besonders hart traf es die Jungfraubahnen im zweiten Quartal: Es war das schwächste seit der Corona-Pandemie, wie der Berner Oberländer Tourismuskonzern am Freitag mitteilte.
Das schlägt sich in den Zahlen nieder. Der Umsatz der Jungfraubahnen sank um 9 Prozent auf 137 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben 29 Millionen Franken Gewinn - 22 Prozent weniger als im Rekordjahr 2025.
Der Grund für den Einbruch ist vor allem der Krieg im Iran. Viele Reisende aus Asien fliegen über die Drehkreuze Dubai, Doha oder Abu Dhabi nach Europa. Als diese Verbindungen unsicher wurden, hielten sich Reiseveranstalter mit Buchungen zurück. Allein aus Indien führen laut Jungfraubahn-Chef Oliver Hammel täglich mehr als 30 Flüge über diese Drehkreuze.
___ Hoffnung auf bessere zweite Jahreshälfte
Inzwischen hellt sich die Lage etwas auf. Im Juli und August lag die Zahl der Gäste auf dem Jungfraujoch nur noch gut 10 Prozent unter dem Vorjahr. "Wir sind für die kommenden Monate vorsichtig optimistisch", sagte Hammel vor Medien und Analysten.
Eine Rolle spielen dabei Individualtouristen. Sie können die fehlenden Reisegruppen zwar nicht vollständig ersetzen, geben aber im Schnitt mehr Geld für die Bergbahnen aus. Der durchschnittliche Verkehrsertrag pro Gast stieg im ersten Halbjahr um knapp 7 Prozent.
Und noch etwas hilft: die Hitze. Viele Schweizerinnen und Schweizer sowie andere Individualgäste zog es zuletzt aus dem heissen Flachland in die kühleren Berge.
___ Langfristig wird die Hitze zum Problem
Was kurzfristig Gäste bringt, bereitet den Jungfraubahnen langfristig allerdings Sorgen. Die Klimaerwärmung verändert das Hochgebirge. Das Unternehmen überwacht deshalb Verschiebungen über rund 3000 Höhenmeter mit zahlreichen Messpunkten. Der Aletschgletscher wird jeden Frühling mit Drohnen dreidimensional vermessen.
Auch für den Wintersport wird es schwieriger. Es fällt weniger Schnee, die Schneefallgrenze steigt und die Zeitfenster mit geeigneten Temperaturen für die künstliche Beschneiung werden laut Hammel immer kürzer.
Immerhin glaubt der CEO, dass das berühmte Schnee- und Gletschererlebnis auf dem Jungfraujoch noch lange erhalten bleibt. Dank des Aletschgletschers, des grössten Gletschers der Alpen, könne man Gästen dies auch "noch in Jahrzehnten" bieten. Anderen Destinationen drohe viel früher ein kompletter Gletscherschwund.
An der Börse drehen die Jungfraubahn-Aktien nach einem anfänglichen Minus ins Plus. Am Freitag notierten die Papiere um 11.35 Uhr 0,4 Prozent höher bei 256,50 Franken.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Jungfraubahn Hldg N | 254.00 |
-1.50
-0.59%
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270.50 | 242.50 | 4'496.00 |