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Umwelt   27.05.2026 09:32:12

Bajaj-Mobility-Tochter KTM präzisiert Stellungnahme zu Enduro-Vorwürfen

Mattighofen (awp) - Die österreichische KTM-Gruppe präzisiert ihre Zurückweisung der Vorwürfen im mutmasslichen Abgasskandal um Enduro-Modelle. In einer Stellungnahme vom Mittwoch erklärt die Tochter des an der SIX kotierten Unternehmens Bajaj Mobility, die KTM-Gruppe verkaufe ihre Motorräder "ausschliesslich im Einklang mit den geltenden europäischen Vorschriften".

KTM reagiert damit erneut auf Medienberichte vom Dienstag, wonach Händler in mehreren Ländern Enduro-Motorräder mit voller Leistung, aber mit Zulassungspapieren für gedrosselte und damit strassenzugelassene Varianten verkauft haben sollen. Prominent berichtet hatten unter anderem ZDF, ORF, "Le Monde", "Der Spiegel" und "El País".

___ Duale Nutzung branchenüblich

Die Berichterstattung beruhe auf einem "fundamentalen Missverständnis", heisst es in der Stellungnahme. Enduro-Modelle seien ihrem Wesen nach Sportgeräte, dürften im homologierten Auslieferungszustand aber zugleich legal auf öffentlichen Strassen gefahren werden. Diese doppelte Nutzung sei gewollt, notwendig und in der Branche üblich.

Umbauten für den Wettbewerbseinsatz erfolgten nur auf ausdrücklichen Wunsch von Kunden. Diese würden dann aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit dem Umbau die Strassenzulassung erlösche und das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Strassenverkehr verwendet werden dürfe.

___ Debatte um CO2-Ausstoss

Auch zu den Vorwürfen, wonach entdrosselte Enduro-Motorräder im Strassenverkehr die erlaubten Abgaswerte deutlich überschreiten könnten, nimmt KTM Stellung: Laut Daten des deutschen Umweltbundesamts verursachten Motorräder in Deutschland rund 0,3 Prozent der gesamten CO2-Emissionen.

Enduro-Wettbewerbsmodelle machten davon nur einen Bruchteil aus. Zudem würden sie aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Einsatzdauer nur wenige Stunden pro Jahr im Sport- und Trainingsbetrieb genutzt.

KTM stellt Sport- und Offroad-Motorräder her und zählt zu den grössten Herstellern Europas. Die Firma gehört zur börsenkotierten Bajaj Mobility, die von der indischen Bajaj Auto kontrolliert wird. Die in Europa vertriebenen Enduro-Modelle entsprechen laut Unternehmen rund 3 Prozent des weltweiten KTM-Absatzes.


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