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Übernahmen, Akquisitionen, Fusionen, MBOs   30.10.2026 08:39:33

Presse: Evonik wird erhöhte Offerte von BASF ablehnen

LONDON/LUDWIGSHAFEN/ESSEN (awp international) - Der Spezialchemiekonzern Evonik dürfte einem Pressebericht zufolge ein Übernahmegebot des Wettbewerbers BASF in Höhe von elf Milliarden Euro als zu niedrig ablehnen. Evonik dürfte in den kommenden Tagen eine entsprechende Erklärung veröffentlichen, berichtet die "Financial Times" (FT) (Freitag) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Doch der Essener Spezialchemiekonzern könnte die Tür für weitere Gespräche offen lassen, sollte der weltgrösste Chemiekonzern noch einmal nachlegen. Zuletzt standen dem Vernehmen nach 24 Euro je Aktie im Raum. Sprecher beider Unternehmen wollten den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

Erst jüngst hat BASF das Werben um Evonik verstärkt. Ein möglicher Zusammenschluss mit dem Spezialchemiekonzern wäre ein logischer und sinnvoller Schritt zum richtigen Zeitpunkt, sagte BASF-Chef Markus Kamieth bei der Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch. Das gelte nicht nur für BASF, sondern auch für die Chemieindustrie insgesamt, da die Konsolidierung in der Branche in Europa bereits begonnen habe. Die Portfolios und die Stärken beider Unternehmen ergänzten sich sehr gut, argumentierte Kamieth. Gemeinsam könnte so ein viel wettbewerbsfähigerer und deutlich widerstandsfähigerer Global Player entstehen.

Der BASF-Chef betonte aber auch das Bekenntnis zu finanzieller Disziplin des Dax -Konzerns. "Wir werden auch eine mögliche Transaktion mit Evonik nur dann verfolgen, wenn sie für unsere Aktionärinnen und Aktionäre wirtschaftlich ist", betonte Kamieth. "Und wir werden keinen überhöhten Preis zahlen." Zum Status der Gespräche wollte sich der BASF-Chef nicht äussern und verwies auf Vertraulichkeit zwischen beiden Unternehmen.

Zu einem Zeitplan für einen möglichen Abschluss wollte der Vorstandsvorsitzende ebenfalls nichts sagen. Über Jahre würden sich die Gespräche aber sicher nicht ziehen.

Ende September hatten die beteiligten Unternehmen sowie die RAG-Stiftung als grösste Evonik-Anteilseignerin bekannt gemacht, dass es ein Übernahmeangebot gibt. Besonderes Gewicht mit Blick auf die Pläne der BASF hat die RAG-Stiftung, denn sie hält rund 43 Prozent der Evonik-Aktien.


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